Die Schweizer Meister Valentin Tanner, Dominik Märki, Peter De Cruz und Benoît Schwarz vom CC Genf beenden die Vorrunde der WM in Peking mit der sehr guten Bilanz von sieben Siegen und vier Niederlagen im 3. Rang - hinter den Round-Robin-Siegern aus Norwegen und den Kanadiern, den beiden meistgenannten Titelfavoriten.

Die Schweizer WM-Debütanten werden am Freitagnachmittag um 13 Uhr Schweizer Zeit das Playoff-Spiel des Dritten gegen den Vierten bestreiten, das den Charakter eines Viertelfinals hat. In diesem werden sie auf Japan oder auf Schweden treffen. Diese beiden Teams müssen zuerst noch ein Tiebreak gegeneinander austragen. Im Playoffspiel des ersten gegen den Zweiten begegnen sich am Samstag Norwegen und Kanada. Der Sieger dieses Duells kommt direkt in den Final.

Im Nachhinein spielte die Niederlage am Donnerstagmorgen gegen Norwegen (6:7 nach Zusatz-End) für die Schweizer keine Rolle. Auch mit einem Sieg hätten sie die Round Robin auf dem 3. Platz abgeschlossen, weil sie die direkte Begegnung gegen Kanada verloren hatten.

Den entscheidenden Match gegen die Amerikaner, die bereits keine Chance mehr hatten, in den Kampf um die Playoff-Plätze einzugreifen, kontrollierten die Schweizer von Beginn an. Sie legten mit einem frühen Zweierhaus einen soliden Vorsprung vor. Die einzige kleine Baisse hatten sie im 5. End, in dem sie sich einen Stein zum 2:2 stehlen liessen. Aber gleich danach glückte ihnen mit einem Dreierhaus die Vorentscheidung. Die US-Curler um Skip Pete Fenson spielen in Peking auf den Positionen 2 bis 4 mit dem gleichen Team, das an den Olympischen Spielen 2006 In Turin Bronze gewann.

Gegen die Olympia-Zweiten 2010 und zweimaligen Europameister aus Norwegen zeigten die Genfer vor allem in der zweiten Spielhälfte eine sehr gute Leistung. Sie gehörten an dieser WM zu den ganz wenigen Teams, welche die in überragender Form befindlichen Norweger um Skip Thomas Ulrsud überhaupt fordern konnten. Die Skandinavier leisteten sich einen einzigen Ausrutscher, eine überraschende Niederlage gegen Deutschland, besiegten aber die übrigen Gegner, auch die Kanadier, zumeist sehr deutlich. Die Schweizer Meister des CC Genf lagen 1:5 zurück, konnten jedoch noch zum 6:6 ausgleichen. Erst im Zusatz-End mussten sie sich geschlagen geben.