Auf dem Circuit de Nevers in Magny-Cours, dort wo bis 2008 auch Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Co. Formel-1-Triumphe feierten, werden heute Freitag um 17.50 Uhr die Ampeln auch für Didier Cuche auf Grün gestellt. Dann startet das erste von drei Rennen der «Challenge Monoplace» im Rahmen der «V de V Michelin Endurance Series». Es ist in Magny-Cours das letzte von sechs Rennweekends, für den 21-fachen Weltcupsieger im alpinen Skirennsport aber der erste Auftritt im Rennzirkus.

Cuche fährt drei Rennen an einem Wochenende

Am Samstagmorgen (Start 9.00 Uhr) und Sonntagnachmittag (14.25 Uhr) folgen zwei weitere Rennen gegen insgesamt 25 Konkurrenten, die mit ganz wenigen Ausnahmen alle bereits grössere Rennpraxis aufweisen. Das wird den fünffachen Kitzbühel-Sieger nicht abhalten, auch auf ungewohntem Terrain seinen Ehrgeiz auszuleben.

Wenn alles gut geht, dann hat Cuche danach das halbe Pensum zur Erlangung der internationalen Rennlizenz in der Tasche. Er selber wollte Medienfragen nur widerwillig beantworten, wie der «Blick» schreibt. Denn offiziell ist Cuche Markenbotschafter von Audi. In Magny-Cours sitzt er jedoch in einem Monoposto-Cockpit des Motorsportteams von Andreas Jenzer in der Formel Renault.

Der Vergleich mit Kimi Räikkönen

Gemäss «Blick» fuhr Cuche im Training auf der 4,411 Kilometer langen Rennstrecke eine Bestzeit von 1:46 Minuten. Zum Vergleich: Kimi Räikkönens beste Rundenzeit im Training zum bislang letzten Formel-1-Rennen 2008 betrug 1:16 Minuten.

Cuche ist nur einer von vielen ehemaligen Skirennfahrern, die sich nach ihrem Rücktritt aus dem Weltcupzirkus dem Automobilrennsport zuwenden. Oft sind es Abfahrer, welche diesen Schritt wagen. So zuletzt der Italiener Kristian Ghedina und die beiden Österreicher Patrick Ortlieb und Pebi Strobl. Wieso dem so ist? Die etwas gar einfache Antwort des früheren Abfahrtsweltmeisters Ortlieb: «Bei uns Abfahrern und – so glaube ich – auch im Rennsport ist es schon ein bisschen so, dass du sagst ’Helm auf - Hirn aus’.»