Ski alpin
Das waren die fürchterlichsten Stürze im Skisport

Die Streif gilt als die schwierigste Ski-Abfahrt der Welt. Immer wieder fordert sie Opfer mit schwerwiegenden Folgen. Doch nicht nur auf dieser Strecke gibt es verheerende Stürze.

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Roland Collombin Roland Collombin stürzte 1974 beim Abfahrtsrennen in Val-d'Isère schwer, zog sich eine Verstauchung der Wirbelsäule zu und musste rund ein Jahr lang pausieren. Ein Jahr später stürzte er an der genau gleichen Stelle erneut: Collombin verletzte sich dabei so schwer, dass er zwei Tage lang gelähmt war und danach seine Karriere beenden musste. Dieser Sprung wird seither «Bosse à Collombin» genannt.
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Gernot Reinstadler Es ist der schwärzeste Tag in der Geschichte der Lauberhorn-Abfahrt: Im Training vom 18. Januar 1991 verkantet der österreichische Nachwuchsfahrer Gernot Reinstadler im Zielhang und stürzt dabei so unglücklich in die Fangnetzte, dass er sich das Becken aufreisst und mit dem Helikopter ins Spital von Interlaken geflogen werden muss. Am selben Abend erliegt Reinstadler seinen Verletzungen.
Ulrike Maier Auf der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen im Jahr 1994 verkantet die österreichische Fahrerin Ulrike Maier unglücklich mit dem rechten Ski und verliert die Kontrolle. Sie prallt gegen ein Zeitmessgerät und ist auf der Stelle tot.
Hermann Maier Es ist wohl der spektakulärste Sturz mit glimpflichem Ausgang: Hermann Maier segelte in der Abfahrt der olympischen Spiele in Nagano 1998 fast 40 Meter waagrecht durch die Luft und landete schliesslich im Tiefschnee ausserhalb der Piste. Wie durch ein Wunder holt sich Maier nur leichte Verletzungen – und gewinnt nur drei Tage später Gold im Super-G.
Regine Cavagnoud Am 29. Oktober 2001 stiess sie beim Abfahrtstraining auf dem Pitztaler Gletscher in Österreich mit dem deutschen Ski-Trainer Markus Anwander zusammen, der sich zum Zeitpunkt auf der Strecke befand. Gemäss Zeugenaussagen stiessen die beiden mit den Köpfen zusammen. Nur zwei Tage danach verstirbt Cavagnoud im Spital den schweren Verletzungen. Anwander überlebte den Zwischenfall schwerverletzt.
Silvano Beltrametti 2001 hebt Silvano Beltrametti in Val d'Isère ab, durchtrennt mit den Skiern das Auffangnetz und prallt gegen einen Pfosten. Der Bündner bricht sich den 6. und 7. Rückenwirbel und ist seither querschnittgelähmt.
Bruno Kernen Kernen stürzt in der Lenzerheide beim Weltcupfinale und verletzt sich am Knie schwer, worauf er seine Karriere beenden musste.
Aksel Lund Svindal Der Norweger hebt im Abfahrtstraining von Beaver Creek spektakulär ab. Bei diesem Sturz erlitt er einen Jochbeinbruch, einen doppelten Nasenbeinbruch und eine tiefe Schnittwunde am Gesäss. Svindal musste die Saison vorzeitig beenden und bestritt auch die Saison darauf keine Rennen.
Scott Macartney Die Bilder von Scott Macartneys Sturz gingen um die Welt: Auf der Streif stürzt er beim Zielsprung schwer und zieht sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Wie durch ein Wunder entkam der Amerikaner dem Sturz ohne Knochenbrüche.
Matthias Lanzinger Der Österreicher zieht sich beim Super-G in Kvitfjell 2008 bei einem Sturz einen mehrfachen, offenen Unterschenkelbruch mit schweren Gefässverletzungen zu. Die Gefässverletzungen waren derart schwerwiegend, dass später der linke Unterschenkel amputiert werden musste.
Das sind die schlimmsten Skistürze
Hans Grugger Auf der Streif hebt Hans Grugger bei der Mausefalle ab und verliert die Kontrolle. Er prallt mit voller Wucht auf den Kopf und erleidet davon ein Schädel-Hirn-Trauma.

Roland Collombin Roland Collombin stürzte 1974 beim Abfahrtsrennen in Val-d'Isère schwer, zog sich eine Verstauchung der Wirbelsäule zu und musste rund ein Jahr lang pausieren. Ein Jahr später stürzte er an der genau gleichen Stelle erneut: Collombin verletzte sich dabei so schwer, dass er zwei Tage lang gelähmt war und danach seine Karriere beenden musste. Dieser Sprung wird seither «Bosse à Collombin» genannt.

Zugegeben: Stürze im Skisport sehen oftmals spektakulär aus, haben aber für den Sportler verheerende Folgen. Das hat die Schweiz zuletzt hautnah mit Daniel Albrecht miterlebt. Einzelne Stürze gingen dabei glimpflich aus, wie etwa derjenige von Hermann Maier 1998 in Nagano.

Nicht immer haben die Skifahrer so viel Glück: 1991 erlebt die Lauberhorn-Abfahrt den schwärzesten Tag, als das österreichische Nachwuchstalent Gernot Reinstadler mit dem Ski verkantet und in einem Fangnetz hängen bleibt. Es zerreisst ihm die Hüfte, worauf er den schweren Verletzungen wenig später erliegt.

Auch weitere Stürze hatten brutale Folgen. Sehen Sie die schlimmsten Skistürze in der Bildergalerie. (az)