Swiss Ski
Das ist der Skinachwuchs, der es in Zukunft für uns richten soll

Nach dem Debakel von Garmisch-Partenkirchen schwenkt der Blick des enttäuschten Beobachters auf den Nachwuchs. Was er sieht, gibt Anlass zu Hoffnung für die Zukunft.

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Der Schweizer Skinachwuchs lässt auf eine rosige Zukunft hoffen
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Justin Murisier Der Romand ist 18 Jahre alt und fährt für das B-Kader von Swiss Ski. Beim Schweizer Medaillenrekord in Crans-Montana fuhr allein er drei von total 11 Medaillen ein.
Reto Schmidiger Der bereits zweifache Juoniorenweltmeister im Slalom kann auch nächstes Jahr noch an den Juniorenweltmeisterschaften teilnehmen: Der Hergiswiler ist erst 18 Jahre alt.
Podest in Schweizer Hand In der Kombination gewannen die Schweizer an der Junioren-Weltmeisterschaft gleich fünf von sechs möglichen Medaillen. Hier das Frauen-Podest mit Andrea Thürler, links, Wendy Holdener, Mitte und Joana Hählen, rechts.

Der Schweizer Skinachwuchs lässt auf eine rosige Zukunft hoffen

Keystone

Die Schweizer Ski-Nati enttäuschte in Garmisch-Partenkirchen. Verletzungen, zahlreiche vierte Plätze, das beschämende 0:4 gegen Schweden – «Ski-Debakel» titelten denn auch die Zeitungen.

Der einzigen WM-Medaille der Profis steht die Bilanz der Junioren gegenüber, die an der Heim-WM in Crans-Montana mit gleich 11 Medaillen den Schweizer Rekord von 1996 egalisierten.

Ganz vorne wird der Name von Wendy Holdener gehandelt. Die schöne Schwyzerin gilt als schnellste Fahrerin ihres Jahrgangs (93) und fährt mit nur 17 Jahren bereits im Weltcup mit.

Zum Medaillensegen von Crans-Montana trug sie wie Justin Murisier drei Medaillen bei. Auch der 18-jährige gilt als solider Allrounder.

Diese Saison fuhr er bereits mit einem 8. Platz in Val-d'Isère seine ersten Weltcuppunkte ein und im Europacup von Zuoz schaffte er es mit Bronze im Riesenslalom zum ersten Mal aufs Podest.

Dritter Hoffnungsträger ist der Hergiswiler Reto Schmidiger. Seit 2009 ist der Slalomspezialist im C-Kader. Auch er erreichte dieses Jahr seine erste Podestplatzierung im Europacup: Bronze im Slalom – ebenfalls in Zuoz. Zum Exploit an den Juniorenweltmeisterschaften trug der 18-jährige zwei Goldmedaillen bei.

Die Spitze bleibt dünn

Trotz der guten Aussichten bleibt aber ein Problem: Die Schweiz hat trotz erfolgreicher Junioren zu wenig Fahrer mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten. Das zeigt der direkte Vergleich mit Österreich nur zu gut.

Können die Österreicher auch mit einer «zweiten Mannschaft» noch Medaillen holen, schwinden die Chancen der Schweizer bereits nach ein, zwei Ausfällen wichtiger Leistungsträger auf ein minimum. Die Devise in der Nachwuchsarbeit heisst also trotz allem: Dranbleiben. (mik)

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