Ein halbes Rennen lang sah Dario Cologna beim Massenstart am Samstag richtig stark aus. Dann stürzte er in einer Abfahrt auf dumme Weise. Noch einmal schaffte der 32-Jährige den Anschluss, doch bald fiel der Bündner aus der Entscheidung und bis auf Position 24 zurück.

Nach der Ziellinie begab sich der vierfache Olympiasieger auf direktem Weg in die Obhut von Teamarzt Patrik Noack. Nicht etwa wegen Sturzverletzungen, sondern aufgrund seines extremen Reizhustens. Die Folgen seines Kälteasthmas plagen Cologna seit Jahren, doch zuletzt hatten die Mediziner die Hustenanfälle sehr gut im Griff.

Keine Probleme für die WM

Cologna tauchte nicht einmal mehr zum TV-Interview auf und am Sonntagmorgen gab Swiss Ski den Verzicht seines Stars auf die Schlussetappe hinauf zur Alpe Cermis bekannt. Im Hinblick auf die WM eine nachvollziehbare Entscheidung, denn als Zwölfter der Gesamtwertung gab es für Cologna an der Tour nichts mehr zu gewinnen.

Anstelle des Athleten gab Olympia-Chefarzt Noack Auskunft. Das Problem bei Cologna sind die Sprints, bei denen die Bronchien extrem belastet werden. Mit den Medikamenten hat man die von der Welt-Antidopging-Agentur angesetzten Grenzwerte erreicht, ohne dass sie beim Athleten wirkliche Abhilfe geschafft hätten. Selbst der Arzt war über die Heftigkeit von Colognas Reizhusten erstaunt. Dennoch sieht er derzeit für die WM keine Probleme, weil Cologna dort keine Sprints bestreitet.