Nachdem zum WM-Auftakt am Dienstag Lara Gut Vierte geworden war, reihte sich tags darauf auch Didier Cuche auf dieser an Grossanlässen undankbarsten Position ein. Der 36-jährige Neuenburger, der vor zwei Jahren in Val d'Isère im Super-G triumphiert hatte, verpasste die Titelverteidigung klar.

Nicht konsequent genug

«Ich habe mich von Start an nicht gut gefühlt. Im 1. Flachstück kam ich dann nicht wirklich zum Skifahren und im unteren Teil war ich nicht konsequent genug», bilanzierte der Neuenburger. Cuche büsste auf den italienischen Sieger Christof Innerhofer 1,03 Sekunden ein, zum drittklassierten Kroaten Ivica Kostelic fehlten ihm 0,31 Sekunden. Silber ging an den Österreicher Hannes Reichelt (0,60 zurück).

Auch für die weiteren vier Schweizer setzte es im WM-Super-G, der vom Schweizer Speed-Trainer Hans Flatscher ausgeflaggt wurde, eine Enttäuschung ab. Carlo Janka, zuletzt am Samstag in Hinterstoder starker Vierter, verlor nach fehlerhafter Fahrt 1,72 Sekunden auf Innerhofer und wurde Siebenter. Der erschöpfte Janka stellte in einer ersten Reaktion nach dem Rennen gar seinen Start in der Abfahrt und in der Super-Kombination in Frage. «Vielleicht werde ich mich nur auf den Riesenslalom konzentrieren», so der Bündner.

Silvan Zurbriggen klassierte sich nur im 13. Rang (2,81 zurück). Tobias Grünenfelder, der im Super-G von Lake Louise seinen ersten Weltcup-Sieg realisiert hatte, und Sandro Viletta, in Hinterstoder Siebenter, schieden gar aus.

Noch nie in den Top 3 klassiert

In den fünf Super-G in diesem Winter gab es fünf verschiedene Sieger. An der WM kam mit Christof Innerhofer nochmals ein neuer Siegername dazu. Der 26-jährige Südtiroler hatte sich in dieser Saison im Super-G noch nie in den Top 3 klassiert. «Ich kann es einfach nicht glauben», so Innerhofer. «Ich wollte einfach volle Kanne runterkommen, egal wie es ausgeht.» Mit Reichelt (Sieger in Hinterstoder) und Kostelic (Kitzbühel) standen immerhin zwei Super-G-Gewinner dieser Saison auf dem Podest.

Die Goldmedaille in Garmisch war für Innerhofer auch aus anderer Sicht eine Premiere. Noch nie hatte er an Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften Edelmetall gewonnen, im Weltcup stand er bei 112 Starts erst viermal auf dem Podest (ein Sieg).

Pechvogel Bode Miller

Pech bekundete im ersten Männer-Rennen auf der Piste Kandahar Bode Miller. Der Amerikaner hatte nach rund einer Minute Fahrzeit an einem Tor angehängt und dabei den rechten Stock verloren. Trotzdem lag er bei der letzten Zwischenzeit noch um drei Hundertstel vor dem späteren Sieger, ehe Miller nochmals ein Fehler unterlief und er für das letzte Flachstück viel an Geschwindigkeit und bis ins Ziel noch fast drei Sekunden auf Innerhofer einbüsste. (sza/si)