Schneller als Cuche war nur Kjetil Jansrud. Der Norweger, der ganz in der Nähe von Kvitfjell aufgewachsen ist, wiederholte seine Bestzeit vom Vortag.

Cuche zeigte sich nach getaner Arbeit entsprechend zufrieden, obwohl es von der Linie her noch nicht restlos gepasst habe. Nach den Leistungen in den beiden Trainings - in der ersten Übungsfahrt am Mittwoch hatte er Platz 3 belegt - kann Cuche mit viel Selbstvertrauen seine zweitletzte Weltcup-Abfahrt in Angriff nehmen. Der Neuenburger würde zum Abschluss seiner grandiosen Karriere nur allzu gerne zum fünften Mal die Kristallkugel für den Sieg im Disziplin-Weltcup entgegennehmen. Die Chancen stehen gut. Cuche führt das Klassement mit 26 beziehungsweise 27 Punkten Vorsprung vor dem Österreicher Klaus Kröll und Teamkollege Beat Feuz an.

Der Emmentaler, dem zumindest während seiner Fahrt sein lädiertes linkes Knie kaum Probleme bereitete, wurde mit zwei Sekunden Rückstand auf Jansrud als zweitbester Schweizer Fünfzehnter. Feuz weiss, dass er mit Blick auf den Gesamt-Weltcup am verlängerten Renn-Wochenende in Norwegen drei Top-Ergebnisse abliefern muss, will er den führenden Österreicher Marcel Hirscher noch abfangen. Dass ihm die Olympia-Strecke von 1994 liegt, hat er im Vorjahr bewiesen. Vor zwölf Monaten hatte er in Kvitfjell seinen ersten Weltcup-Sieg errungen und tags darauf seinen Coup mit Rang 3 in der zweiten Abfahrt bestätigt.

Kvitfjell (No). Zweites Training für die Weltcup-Abfahrt vom Samstag: 1. Kjetil Jansrud (No) 1:44,85. 2. Didier Cuche (Sz) 0,48 zurück. 3. Klaus Kröll (Ö) 1,06. 4. Max Franz (Ö) und Erik Guay (Ka) 1,16. 6. Aksel Lund Svindal (No) und Guillermo Fayed (Fr) 1,29. 8. Dominik Paris (It) 1,33. 9. David Poisson (Fr) 1,35. 10. Hannes Reichelt (Ö) 1,48.

Ferner die weiteren Schweizer: 15. Beat Feuz 2,02. 21. Didier Défago 2,35. 24. Ambrosi Hoffmann 2,47. 29. Carlo Janka 2,75. 36. Silvan Zurbriggen 2,92. 47. Vitus Lüönd 3,29. 60. Tobias Grünenfelder 5,24. 68. Christian Spescha 5,84. - 73 Fahrer gestartet und klassiert.