Gianluca Cologna blieb in der klassischen Technik in der ersten Halbfinalserie chancenlos, auch weil er die Viertelfinals im fünften und letzten Heat absolviert hatte und sich nicht mehr vollständig erholen konnte. Die Vorschlussrunde hatte er als einer der zwei Lucky Loser über die Zeit erreicht. Colognas Top-12-Klassierung ist nicht gleichbedeutend mit der Olympiaqualifikation. Diese muss für den Einzelsprint in der freien Technik erbracht werden.

Neben Gianluca Cologna, der mit seinem Bruder Dario an den Olympischen Spielen in Sotschi auch den Teamsprint bestreiten möchte, überstand Jovian Hediger als 30. und letzter Läufer den Cut. Den Halbfinaleinzug in Serie 1 verpasste Hediger um rund 2 Sekunden.

Die "Distanzläufer"Jonas Baumann (81.), Remo Fischer (85.) und Toni Livers (109.) blieben in der Qualifikation chancenlos. Die Schweizerinnen Laurien van der Graaff (41.) und Bettina Gruber (49.) verpassten den Einzug in die Viertelfinals ebenfalls deutlich.

Neben Dario Cologna fehlte im Schweizer Männerteam zum Auftakt der Minitour mit Curdin Perl auch die nominelle Nummer 2. Der Bündner entschied sich wegen einer Oberschenkelverletzung zum Startverzicht.

Petter Northug, der vor einen Jahr auf der Zielgeraden eine überraschende Niederlage gegen den Russen Nikita Krjukow bezogen hatte, konnte diesmal nicht Revanche nehmen. Northug schied in der gleichen Halbfinalserie wie Cologna vorzeitig aus. Als erster Sieger der neuen Saison liess sich der Norweger Eirik Brandsdal feiern. Der nunmehr fünffache Weltcupsieger und Klassisch-Spezialist setzte sich hauchdünn vor Anton Gafarow (Russ) und Teodor Peterson (Sd) durch. Krjukow wurde Fünfter.

Wie Northug blieb auch Marit Björgen vorzeitig auf der Strecke. Damit war der Weg frei für die Polin Justyna Kowalczyk, die nun erstmals mit Bonussekunden gegenüber Björgen in die weiteren zwei Etappen der Mini-Tour steigt.