Dario Cologna

Cologna nach seinem Sololauf: «Plötzlich wurde es ruhig hinter mir»

Dario Cologna nimmt Glückwünsche entgegen.

Dario Cologna nimmt Glückwünsche entgegen.

Der grosse Gewinner des Tages sagt,wie er das Verfolgungsrennen erlebt hat und warum er sich noch nicht zu sicher fühlt.

Haben Sie damit gerechnet, dass Sie Petter Northug derart würden distanzieren können?

Dario Cologna:Nein, ich war schon überrascht, als er nicht mehr mitkam. Der Plan wäre gewesen, mit Northug gemeinsame Sache zu machen und mit ihm zu laufen, um die übrigen Konkurrenten auf Distanz zu halten. Aber dieser Verlauf war für mich umso besser.

Wie haben Sie den Moment erlebt, als er den Kontakt zu Ihnen verlor?

Als er zu mir aufschloss, habe ich das Tempo leicht gesteigert, dachte aber, dass er sich in meinem Rücken noch etwas erholen könnte. Etwas später forderte ich ihn dazu auf, Führungsarbeit zu leisten, merkte aber bald, dass er dazu nicht in der Lage war. Dann wurde es plötzlich ruhig hinter mir, und er verlor rasch den Kontakt.

Ein gutes Gefühl?

Natürlich, und daraus habe ich auch gleich etwas zusätzliche Kraft geschöpft. Ich wusste, dass ich das
Tempo hochhalten musste, damit die Gruppe um Marcus Hellner und Alexander Legkow nicht aufschliessen konnte.

Im Ziel schienen Sie ziemlich erschöpft. War es schwierig, alleine vorauslaufen zu müssen?

Die letzten Kilometer waren sehr hart. Auf der Zusatzschleife nach der ersten Stadionpassage, wo es nochmals aufwärts ging, musste ich ziemlich beissen.

Hat das viel Substanz gekostet für die beiden letzten Etappen?

Ich bin froh, dass jetzt ein Ruhetag kommt. Ich bin müde, aber wenn man in Form ist, erholt man sich auch rasch wieder.

Wie werden Sie den Ruhetag verbringen?

Ich werde ausschlafen, ein lockeres Training absolvieren und am Nachmittag nochmals möglichst lange schlafen.

Sie starten mit 1:20 Minuten Vorsprung in die zweitletzte Etappe. Ein beruhigender Vorsprung?

Die Sache ist noch nicht gelaufen. Am Samstag gibt es viele Bonussekunden zu gewinnen, und wenn man einen schlechten Ski erwischt, ist schnell eine Minute weg. Aber ich bin zuversichtlich: In den letzten drei Jahren lief es mir im Val di Fiemme immer gut. (sst)

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