Ski alpin

Christof Innerhofer gewinnt die Super-Kombination in Bansko

Christof Innerhofer hat seine WM-Form behalten

Christof Innerhofer hat seine WM-Form behalten

Ivica Kostelic wurde in der vierten Kombination des Winters erstmals geschlagen. Der kroatische Weltcup-Gesamtleader musste sich in Bansko mit Rang 5 bescheiden. Der Sieg ging an Christof Innerhofer.

Ivica Kostelic stand schon vor dem Rennen als Weltcupsieger in der Kombination fest, doch seine aktuelle Form scheint nicht mehr so gut wie ehedem. Bereits im Slalom hatte es dem Kroaten nur zum 4. Platz gereicht, und im Super-G von Bansko verlor der Kroate als 16. gar über zwei Sekunden, weshalb er die Prüfung nur als Fünfter beenden konnte. Das ändert allerdings nichts daran, dass ihm der erste Sieg im Gesamt-Weltcup nicht mehr zu nehmen sein wird.

Christof Innerhofer konnte so seinen zweiten Weltcupsieg erringen, obwohl auch der Südtiroler in seiner Spezial-Disziplin kein überragendes Rennen bot. Der Super-G-Weltmeister musste sich im Super-G dem Österreicher Björn Sieber und dem Franzosen Thomas Mermillod Blondin geschlagen geben, und letztlich entschied nur eine einzige Hundertstelsekunde zu seinen Gunsten und gegen den deutschen Slalom-Spezialisten Felix Neureuther. Dritter wurde der Franzose Thomas Mermillod Blondin.

Schweizer fahren hinterher

Innerhofer hatte an der WM in Garmisch in der Kombination Silber gewonnen, hinter dem Norweger Aksel Lund Svindal, einem der vielen Abwesenden in Bansko. Seinen bisher einzigen Weltcupsieg hatte Innerhofer im Dezember 2008 in der Abfahrt von Bormio gefeiert.

Die Schweizer konnten nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen. Reto Schmidiger und Justin Murisier, die beide erstmals eine Super-Kombination bestritten und an den Junioren-Weltmeisterschaften die Ränge 1 und 2 belegt hatten, landeten im Slalom lediglich auf den Zwischenrängen 18 und 23. Schmidiger zeigte aber einen guten Super-G und holte sich als Zwölfter und bester Schweizer seine ersten Weltcuppunkte, derweil Murisier im Super-G ausschied. Marc Berthod beendete die Prüfung auf Rang 16.

Beat Feuz, der an der WM in Garmisch auf dem Weg zu einer Überraschung ausgeschieden war, büsste im Slalom rund viereinhalb Sekunden ein und wurde letztlich nur 29. Silvan Zurbriggen und Carlo Janka, die nominell stärksten Schweizer, die beide in diesem Winter in der Kombination schon auf dem Podest standen, hatten schon an der WM in Garmisch angekündigt, dass sie auf einen Start in Bansko verzichten.

Bansko (Bul). Weltcup-Kombination der Männer in Bansko: 1. Christof Innerhofer (It) 2:23,87. 2. Felix Neureuther (De) 0,01 zurück. 3. Thomas Mermillod Blondin (Fr) 0,33. 4. Ted Ligety (USA) 0,50. 5. Ivica Kostelic (Kro) 0,55. 6. Ondrej Bank (Tsch) 0,60. 7. Björn Sieber (Ö) 0,65. 8. Tim Jitloff (USA) 0,91. 9. Manfred Mölgg (It) 1,00. 10. Romed Baumann (Ö) 1,07. Ferner: 12. Reto Schmidiger (Sz) 1,41. 16. Marc Berthod (Sz) 2,21. 29. Beat Feuz (Sz) 5,01.

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