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Carlo Janka: «Die Erleichterung ist natürlich sehr gross»

Carlo Janka hat mit Rang 3 in der Super-Kombination in Wengen für die «Erlösung» und etwas Entspannung gesorgt. Trotz der schwierigen Phase hat er jederzeit die Ruhe bewahrt und an die Wende zur Besserung geglaubt.

Dass Janka die lange herbeigesehnte Top-Klassierung in Wengen gelungen ist, überrascht nicht sonderlich. Der Ort im Berner Oberland zählt zu seinen bevorzugten Destinationen im Weltcup. Hier hat er mit dem Sieg in der Lauberhorn-Abfahrt 2010 einen seiner grössten, prestigeträchtigsten Erfolge errungen, hier hat er im Jahr davor auch die Super-Kombination für sich entschieden. Dazu sind in seinem Palmarès auch je zwei 2. und 3. Plätze in Wengen aufgeführt.

Carlo Janka, Ihnen ist heute wohl ein besonders grosser Stein vom Herzen gefallen.

Janka: Die Erleichtung ist natürlich sehr gross. Es war eine schwierige Zeit, für mich und das gesamte Team. Ich hoffe, dass auch die anderen von diesem Podestplatz ein bisschen profitieren und wir die zweite Saisonhälfte etwas anders gestalten können als die erste.

Haben Sie selber in der schwierigen Situation nie die Ruhe verloren? Haben Sie immer daran geglaubt, dass es irgendwann wieder "anhängen" wird?

Das ist so, ja. Es war nur die Frage, wann das passieren wird. Ich wusste, dass es irgendwann wieder soweit sein wird mit dem Erfolgserlebnis. In einer solchen Situation ist es wichtig, nicht die Gelassenheit und die Geduld zu verlieren. Man muss einfach hart weiterarbeiten und daran glauben, dass es sich irgendwann wieder zum Guten wendet.

Für viele Aussenstehende waren Sie und ihre letzten, bescheidenen Leistungen ein Rätsel. Gaben Sie sich selber manchmal auch Rätsel auf?

Nein, denn ich wusste, dass es betreffend Material und der Abstimmung nicht passte. Ich hatte mich zuletzt auf verschiedenen Ebenen nicht wie gewünscht zurechtgefunden.

Was ist der Grund, dass es hier in Wengen wieder gepasst hat? Ist es die Strecke, das verbesserte Material oder die Gesamtheit von allem?

Sicher die Gesamtheit. Es mussten viele Komponenten zusammenspielen, dass es wieder aufs Podest gereicht hat. Es ist halt wieder Wengen. Hier funktioniert alles ein bisschen einfacher als andernorts. Und in Bezug aufs Material passt es auch wieder besser.

Das Ergebnis gibt natürlich auch zusätzliche Moral für die Abfahrt am Samstag.

Auf jeden Fall. Es war heute sicher noch keine perfekte Leistung in der Abfahrt. Aber das Potenzial ist vorhanden. Ich hoffe, dass das Wetter noch einmal im ähnlichen Rahmen mitspielt. Dann attackieren wir noch einmal voll, dann liegt sicher erneut etwas drin.

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