Ski alpin

Bormio-Sieger Paris gewinnt das zweite Wengen-Training

Mit Speed durch die Wengener Luft: Dominik Paris war am Donnerstag im Training der Schnellste

Mit Speed durch die Wengener Luft: Dominik Paris war am Donnerstag im Training der Schnellste

Dominik Paris fährt beim zweiten Training zur Weltcup-Abfahrt vom Samstag in Wengen die Bestzeit. Vorjahressieger und Favorit Beat Feuz kommt auf Platz 10.

Im ersten Training hatte der Italiener Dominik Paris kein Top-30-Resultat erreicht. Doch je näher das Rennen kommt, desto schneller wird der Sieger von Bormio. Am Donnerstag fuhr er auf der verkürzten Strecke mit Start oberhalb des Hundschopfs 33 Hundertstel schneller als der Franzose Johan Clarey. Der Österreicher Matthias Mayer lag als Dritter 0,60 Sekunden zurück.

Die Schweizer waren nicht mehr so gut wie am Vortag. Beat Feuz, am Mittwoch klar der Schnellste, wurde mit 1,28 Sekunden Rückstand Zehnter. Der Emmentaler vermeldete, er sei mit den zwei Trainings zufrieden. "Gerade das erste Training ist mir sehr gut gelungen. Im verkürzten zweiten habe ich an einigen Stellen noch etwas probiert, dazu war die Sicht schlechter als tags zuvor. Es war nicht zu erwarten, dass heute alles so gut zusammenpasst wie am Mittwoch." Die grösste Herausforderung für die Lauberhorn-Abfahrt sieht Feuz "in den Sichtverhältnissen, die am Samstag wohl nicht ideal sein werden. Dazu gilt es, zweieinhalb Minuten Vollgas zu geben und möglichst ohne Fehler zu bleiben."

Janka: "Ich bin bereit"

Carlo Janka und Mauro Caviezel folgten in den Rängen 17 beziehungsweise 21. Janka, der im Gegensatz zu Feuz am Freitag auch die Kombination bestreitet, fühlt sich "bereit für die Rennen und ich freue mich, dass es jetzt losgeht. Natürlich bin ich auch gespannt, wie es herauskommt." Ein Fragezeichen sei bei ihm vor allem der Kombinations-Slalom. "Ein bisschen Slalom habe ich trainiert. Zu was das reicht, wird sich zeigen."

Caviezel (1,73 Sekunden zurück) sprach davon, dass er kein gutes Training gezeigt habe. "Zum Glück war heute kein Rennen." Sein Grundgefühl aus dieser bislang guten Saison verleihe ihm trotzdem Zuversicht für die zwei Renntage. "Bei der Kombination weiss ich allerdings nicht genau, wie bereit ich für den Slalom bin. Der Wengener Slalom-Hang ist doch sehr schwierig für einen Speedfahrer." In der Abfahrt am Samstag hoffe er doch schon, "möglichst vorne mitmischen zu können".

Kombi: Slalom vor Abfahrt

Mit dem Zürcher Niels Hintermann (23.) und dem Berner Nils Mani (25.) klassierten sich am Donnerstag zwei weitere Schweizer in den ersten 30. Für Patrick Küng hingegen endete die zweite Trainingsfahrt frühzeitig. Der Glarner stürzte und zog sich dabei gemäss ersten Abklärungen von Christian Schlegel, dem Teamarzt von Swiss-Ski, eine Hirnerschütterung zu. Wie lange Küng ausfällt, lässt sich noch nicht abschätzen.

Für Freitag gab es eine Programmänderung. Wie vor zwei Jahren findet in Wengen zunächst der Slalom (Start 10.30 Uhr) und erst dann die verkürzte Abfahrt (14.00 Uhr) statt. Grund für die Änderung ist der Schneefall, der in der Nacht auf Freitag erwartet wird. Das weitere Programm wurde bestätigt. Am Samstag um 12.30 Uhr wird am Lauberhorn zum Abfahrtsklassiker gestartet, am Sonntag findet der Slalom statt (Start 1. Lauf um 10.15 Uhr).

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