Ski alpin

Bont wird nicht Männer-Cheftrainer

Bont kein Kandidat für Rufener-Nachfolge

Bont kein Kandidat für Rufener-Nachfolge

Michael Bont ist kein Kandidat mehr für die Nachfolge von Martin Rufener als Cheftrainer der Schweizer Männer.

"Nach reiflicher Überlegung bin ich zum Schluss gekommen, dass die Aufgabe momentan nicht mit meiner familiären Situation vereinbar ist", teilte Michael Bont mit. Er stehe deshalb nicht als Kandidat zur Verfügung. Bont ist mit der ehemaligen Slalom-Spezialistin Corina Grünenfelder verheiratet und Vater zweier Kinder.

Der Entscheid von Bont war zu erwarten. Der 37-Jährige hatte sich am 30. Dezember mit Swiss-Ski-Leistungssportchef Dierk Beisel und Verbandsdirektor Andreas Wenger zu einem Gespräch getroffen. Bont sprach vom grossen Reiz, den einer der prestigeträchtigsten Trainerjobs im Skisport auf ihn ausübe. Eine Rückkehr an den Pistenrand in einigen Jahren kann sich der langjährige Trainer der Finninen um Tanja Poutiainen aber sehr gut vorstellen. Die Prognose, dass der Name Bont dereinst auch bei der Suche nach einem Nachfolger des Nachfolgers von Rufener wieder weit oben stehen wird, ist deshalb nicht gewagt.

Weil der Zwiespalt von Bont schon länger bekannt war, galt Osi Inglin schon vorher als Favorit auf den Posten. Jetzt ist es der aktuelle Alpin-Verantwortliche am Sport-Gymnasium Davos erst recht. Weitere Kandidaten sind Angelo Maina und Patrick Riml. Der Tessiner Maina war schon zweimal Cheftrainer der Schweizer Frauen und ist seit fünf Jahren Rennsportleiter der Skifirma Rossignol. Der Österreicher Riml war Frauen-Cheftrainer in den USA und Kanada. Nach den Olympischen Spielen stieg er in Kanada zum Alpindirektor auf. Riml ist aber nur ein Aussenseiter, weil für Swiss-Ski eine Schweizer Lösung im Vordergrund steht.

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