Ski alpin

Bode Miller im Training eine Klasse für sich

Bode Miller Schnellster im einzigen Abfahrtstrainings in Kitzbühl

Bode Miller Schnellster im einzigen Abfahrtstrainings in Kitzbühl

Mit einer überragenden Fahrt bringt sich Bode Miller in die Position des Favoriten für die Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel. Der Amerikaner ist im Training eine Klasse für sich.

Die Hahnenkamm-Kombination entschied Bode Miller in der Vergangenheit schon zweimal für sich, aber die Abfahrt gewann der inzwischen 36-jährige Ausnahmekönner noch nie. Wenn er allerdings am Samstag nochmals in ähnlicher Manier auftrumpfen kann, wird er nur schwer zu schlagen sein. Einzig der Norweger Aksel Lund Svindal konnte einigermassen mithalten, wenn man das bei einem Rückstand von knapp einer Sekunde noch so sagen darf.

Der Rest des Feldes sah sich aber förmlich deklassiert. Der Österreicher Hannes Reichelt büsste als Dritter 2,35 Sekunden ein, was in dieser Sparte einer halben Weltreise gleichkommt. Trainings-Bestzeiten realisierte Miller allerdings schon in den Jahren 2009 und 2010, am Ende siegten wie gesagt immer andere.

Auch die Schweizer konnten nicht mithalten. Als einzige klassierten sich Carlo Janka (7.) und Didier Défago (10.) in den Top 10. Janka verlor knapp drei Sekunden auf die Bestzeit von Miller, weshalb selbst der Bündner keinen zufriedenen Eindruck machte.

Befahren wurde die Ersatz-Variante über den Ganslernhang. Die Hausbergkante und die berüchtigte Traverse wurden umfahren, was der Streif einiges an Nervenkitzel raubt. Allerdings besteht noch immer die Möglichkeit, dass am Samstag vor dem Rennen ein zusätzliches Training ab Lärchenschuss absolviert wird, wonach dann auf der Originalstrecke gefahren werden könnte.

Lauberhorn-Gewinner Patrick Küng, der sich im Ziel über fehlenden Grip beklagte, büsste als 23. gar über vier Sekunden ein.

Kitzbühel (Ö). Training zur Weltcup-Abfahrt der Männer vom Samstag: 1. Bode Miller (USA) 2:02,93. 2. Aksel Lund Svindal (No) 0,96 zurück. 3. Hannes Reichelt (Ö) 2,35. 4. Rok Perko (Sln) 2,37. 5. Christof Innerhofer (It) 2,40. 6. Travis Ganong (USA) 2,54. 7. Carlo Janka (Sz) 2,95. Ferner die weiteren Schweizer: 10. Didier Défago 3,21. 23. Patrick Küng 4,28. 29. Beat Feuz 4,55. 43. Mauro Caviezel 5,29. 46. Sandro Viletta 5,48. 61. Marc Berthod 9,25.

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