Berthod war im ersten Durchgang der Sprint-Abfahrt schwer gestürzt. Dabei erlitt er eine Gehirnerschütterung, mehrere Rippenbrüche und eine Lungenquetschung, wie erste Untersuchungen im Churer Kantonsspital ergaben. Wie lange der 32-jährige B-Kader-Fahrer von Swiss-Ski ausfällt, ist nicht bekannt.

Dem 32-jährigen St. Moritzer unterlief im kurvenreichen und steilen Starthang ein Fahrfehler, worauf er kopfüber auf die Piste prallte. Berthod war ansprechbar, klagte aber über Schmerzen im Brustbereich, weshalb er mit dem Helikopter ins Spital geflogen wurde.

Karriereende?

Berthod hatte erst vor zwölf Tagen in Wengen sein Comeback nach gut einjähriger Verletzungspause gegeben. Der Bündner probiert seit Jahren, den Anschluss an die Weltspitze wieder zu finden. Vergeblich. Die erneute Verletzung wird dieses Vorhaben noch weiter zurückwerfen und die Frage in den Raum stellen, ob wir Marc Berthod überhaupt wieder einmal rennmässig eine Weltcup-Piste runterfahren sehen.

Marc Berthod gewann in seiner Karriere bisher zwei Weltcup-Rennen - davon beide in Adelboden. Unvergessen bleibt sein erster Sieg im Slalom am Chuenisbärgli 2007 als er beflügelt vom Heimpublikum mit Startnummer 60 und dem 27. Rang nach dem ersten Lauf noch ganz nach vorne fuhr. Mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang setzte er sich an die Spitze und konnte bis ganz am Schluss nicht aus der Leaderbox verdrängt werden. Was für eine Sensation.

Ralph Weber gewinnt die Abfahrt

Der Sieg in der zweiten Europacup-Sprint-Abfahrt von Davos ging an Ralph Weber. Nach Platz 2 am Vortag setzte sich der 22-jährige St. Galler am Jakobshorn 0,07 Sekunden vor dem Österreicher Patrick Schweiger und 0,10 Sekunden vor dem Italiener Emanuele Buzzi durch. Für Weber war es der vierte Sieg im Europacup, der dritte in der Abfahrt. Der 21-jährige Bündner Stefan Rogentin wurde Sechster.