Feuz wurde 4 Hundertstel hinter den beiden Österreichern Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr, die zeitgleich für ihren Verband einen doppelten Erfolg feiern konnten, hervorragender Dritter. 7 der 9 Abfahrten beendete Feuz somit auf dem Podium. Dem Norweger Aksel Lund Svindal blieb lediglich Platz 4.

Feuz realisierte mit seiner Startnummer 7 eine Bestzeit, die ihm eigentlich schon vor dem Start von Aksel Lund Svindal die fast sichere Gewähr gab, dass er die kleine Kristallkugel für den Abfahrts-Weltcup gewinnen würde. Denn immerhin war der Berner mit einer Reserve von 60 Punkten angetreten. Kurze Zeit später war die Sache entschieden: Svindal verpasste die Marke von Feuz um 8 Hundertstel. "Als meine Zeit grün aufleuchtete, war die Erleichterung gross", bekannte Feuz hinterher.

Feuz triumphiert sieben Jahre nach Cuche

Feuz ist bei den Männern der erste Schweizer Kristall-Gewinner seit sieben Jahren. Didier Cuche, der 2011 sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G triumphierte, war der bisher letzte Athlet von Swiss-Ski, der eine gläserne Auszeichnung überreicht bekam. 2012 war auch Feuz schon einmal nahe dran. Damals wurde der Schangnauer Zweiter in der Gesamtwertung, in der Abfahrt und in der Kombination, zudem Dritter im Super-G.

Im einzigen Training tags zuvor hatte Feuz ein Tor verpasst, derweil Svindal mit Bestzeit glänzte. Doch im Rennen - man weiss es - kann der Schweizer noch etwas drauflegen wie kaum ein anderer. Den vierten Saisonsieg verpasste Feuz aber knapp. Um 4 Hundertstel schoben sich zwei Österreicher noch vor ihn. Kriechmayr hat in diesem Winter mit dem Super-G in Beaver Creek sein erstes Weltcuprennen gewonnen, nun triumphierte der Oberösterreicher erstmals auch in der Abfahrt. Mayer war zuletzt in Pyeongchang Olympiasieger im Super-G geworden, nachdem er in Sotschi Olympia-Gold in der Abfahrt gewonnen hatte. Auf Weltcup-Ebene siegte er zum insgesamt fünften Mal.

Stark fuhr auch der Nidwaldner Junioren-Weltmeister Marco Odermatt, der als Zwölfter in seiner allerersten Weltcup-Abfahrt aufzeigte, über welche Qualitäten er verfügt. Die übrigen Schweizer klassierten sich nicht in den Top 15.

Are (SWE). Weltcup-Finale. Abfahrt der Männer: 1. Matthias Mayer (AUT) und Vincent Kriechmayr (AUT), je 1:20,21. 3. Beat Feuz (SUI) 0,04 zurück. 4. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,12. 5. Thomas Dressen (GER) 0,24. 6. Maxence Muzaton (FRA) 0,30. 7. Max Franz (AUT) 0,32. 8. Johan Clarey (FRA) 0,42. 9. Kjetil Jansrud (NOR) 0,43. 10. Brice Roger (FRA) 0,44. Ferner: 12. Marco Odermatt (SUI) 0,64. 17. Marc Gisin (SUI) 0,84. 19. Mauro Caviezel (SUI) 1,14. 21. Gilles Roulin (SUI) 1,20.