Die Organisatoren mit ihren vielen Helfern, zu denen unzählige Angehörige der Armee und des Zivilschutzes gehören, haben ganze Arbeit geleistet. Am Tag nach den grossen Aufräumarbeiten nach den Zerstörungen durch einen Föhnsturm an der Infrastruktur rund um die Lauberhorn-Piste konnte das erste Abfahrtstraining bei guten Bedingungen abgehalten werden.

Dass Feuz auf Anhieb schnell war, kommt nicht von ungefähr. Hier kennt er die wichtigen Passagen der Strecke bestens, hier fühlt er sich wohl, hier geht er auch mit besonders grossem Selbstvertrauen zu Werke, zumal er den Klassiker vor sechs Jahren schon einmal für sich entschieden hat.

Auf die Bestzeit von Reichelt büsste Feuz 34 Hundertstel ein. Der Österreicher gehört ebenfalls zu den Lauberhorn-Siegern. Vor drei Jahren hatte er die Abfahrt vor Feuz und Carlo Janka gewonnen.

Janka stand auch diesmal wieder im Mittelpunkt. Der Bündner war erstmals seit seinem Ende Oktober im rechten Knie erlittenen Kreuzbandriss wieder im Rahmen des Weltcups am Start. Janka, der auf eine Operation verzichtet hat und die Verletzung konservativ behandeln lässt, lag knapp dreieinhalb Sekunden hinter Reichelt zurück. Nach eigener Einschätzung fehlt ihm noch das letzte Vertrauen - umso mehr die Sicht während des Trainings nicht die beste war. Janka, der in Wengen auf die Unterstützung seines Manualtherapeuten Rolf Fischer zählen kann, wird auch das zweite Training am Donnerstag bestreiten.

Wengen. Erstes Training für die Weltcup-Kombination am Freitag und die -Abfahrt vom Samstag: 1. Hannes Reichelt (AUT) 2:31,50. 2. Peter Fill (ITA) 0,23 zurück. 3. Beat Feuz (SUI) 0,34. 4. Christof Innerhofer (ITA) 0,69. 5. Vincent Kriechmayr (AUT) 0,82. 6. Aksel Lund Svindal (NOR) 1,49. 7. Max Franz (AUT) 1,51. 8. Adrien Théaux (FRA) 1,59. 9. Dominik Paris (ITA) 2,33. 10. Manuel Osborne-Paradis (CAN) 2,39. Ferner: 14. Patrick Küng (SUI) 2,77. 15. Mauro Caviezel (SUI) 2,80. 18. Kjetil Jansrud (NOR) 3,13. 20. Matthias Mayer (AUT) 3,28. 21. Carlo Janka (SUI) 3,43. 30. Marc Gisin (SUI) 4,08. 34. Gian Luca Barandun (SUI) 4,44. 39. Nils Mani (SUI) 4,92. 42. Justin Murisier (SUI) 5,06. 44. Gilles Roulin (SUI) 5,17. 45. Urs Kryenbühl (SUI) 5,25. 47. Ralph Weber (SUI) 5,48. 49. Stefan Rogentin (SUI) 5,91. 61. Luca Aerni (SUI) 8,05. - 83 gestartet, 82 klassiert.

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