Knappe 48 Stunden nach seinem Triumph vom Freitagabend liess Adam Malysz seine Anhänger vor Schreck erstarren. Malysz setzte am Sonntag bei schwierigen Bedingungen bei 120 m auf, verkantete unmittelbar nach der Landung den linken Ski und stürzte. Dem zweifachen Silbermedaillengewinner von Vancouver verdrehte es beim Sturz das linke Knie. Malysz musste sich im Rettungsschlitten aus dem Skistadion fahren lassen. Eine erste Untersuchung ergab einen Bruch im Bereich des Handgelenkes und eine starke Prellung im linken Knie - aber keine gravierenden Verletzungen.

Kamil Stoch sorgte dafür, dass die Zuschauer im dichten Schneetreiben nicht mit hängenden Köpfen davonzogen. Der dem einheimischen Skiclub angehörende Athlet führte nach dem ersten Durchgang mit 3,7 Punkten Vorsprung auf Tom Hilde (No). Im Final bestand Stoch die Nervenprobe und kam zum ersten Weltcup-Triumph seiner Karriere. Der 24-Jährige hatte es zuvor noch nie auf das Podest geschafft.

Nach seinem Sieg vom Samstag sprang Simon Ammann auch am Sonntag wieder um den Sieg mit. Der vierfache Olympiasieger belegte nach der ersten Serie den 5. Zwischenrang. Im Final verbesserte sich der Toggenburger um eine Position auf den 4. Platz. Weil Thomas Morgenstern (Ö) der erste Sprung missriet, machte Ammann im Weltcup einige wenige Punkte auf den Gesamtersten gut.

Für Andreas Küttel wiederholten sich die Ereignisse. Der Einsiedler scheiterte wie schon in den Wettkampfen vom Freitag und Samstag in Zakopane im ersten Durchgang daran, sich für den Final zu qualifizieren.

Zakopane (Pol). Weltcup-Skispringen (Grossschanze). Schlussklassement: 1. Kamil Stoch (Pol) 254,0 (123/128). 2. Tom Hilde (No) 249,5 (123/127). 3. Michael Uhrmann (De) 246,8 (120/131,5). 4. Simon Ammann (Sz) 243,7 (120,5/127,5). 5. Noriaki Kasai (Jap) 234,0 (121/124,5). 6. Severin Freund (De) 233,0 (123/119). 7. Thomas Morgenstern (Ö) 230,7 (116/126,5). Ferner: 45. Andreas Küttel (Sz) 80,2 (106,5).