Skispringen

Ammann in den Top 20 beim Start in seine 23. Weltcupsaison

Stilistisch einwandfrei: Simon Ammann im Nachthimmel von Kuusamo.

Stilistisch einwandfrei: Simon Ammann im Nachthimmel von Kuusamo.

Simon Ammann gelingt der Saisoneinstieg in Kuusamo ordentlich. Der Toggenburger landet nach Flügen auf 123,5 und 127 m im 19. Rang. Der 38-Jährige eröffnet am Polarkreis seine 23. Weltcupsaison.

Ein 19. Rang tönt für einen vierfachen Olympiasieger nicht berauschend. Aber Simon Ammann erhielt die Bestätigung, dass er einen Schritt weiter ist als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Damals musste er nach einem völlig missratenen Saisoneinstieg viel investieren, um überhaupt wieder den Anschluss zu finden. Diesen stellte er erst zum Saisonschluss beim Skifliegen in Planica wieder her.

Diesen Winter kann Ammann auf einem höheren Level einsteigen. Es droht ihm nicht ein ständiger Kampf um die Qualifikation für den 2. Durchgang. Auf dieser Grundlage lässt sich konzentriert weiter arbeiten. Auch bei den prägenden Figuren des vergangenen Winters liegt noch einiges im Argen. Der letztjährige Dominator Ryoyu Kobayashi ist noch kein Podest-Flieger und auch der Weltmeister Markus Eisenbichler schaffte es in zwei Springen noch nicht in die Top 20.

Der 18-jährige Dominik Peter gewann seine ersten Weltcuppunkte. Der junge Zürcher wurde 26. Eine Enttäuschung musste hingegen der WM-Dritte Killian Peier hinnehmen. Der Absprung missriet komplett. Er wäre sogar Letzter geworden, hätte die Jury nicht fünf Athleten nachträglich disqualifiziert. "Ich wollte etwas probieren, war aber am Tisch viel zu spät dran", sagte der Romand. "Abhaken. Am Sonntag werde ich wieder jene Sachen machen, die ich auch in den letzten Wochen gut gemacht habe."

Zu Diskussionen Anlass geben werden die fünf ausgesprochenen Disqualifikation. In Umgang eins erwischte es die beiden Norweger Robert Johansson und Johann-André Forfang. Sie dürften mit dem Anzug das Mass der Erlaubten überschritten haben. Trotz dem Out zweier Top-Springer feierten die Norweger zunächst einen Doppelsieg. Wie vor Wochenfrist in Wisla gewann Daniel-André Tande. Marius Lindvik hingegen wurde der 2. Schlussrang aberkannt. Der Junioren-Weltmeister von Kandersteg 2018 wurde ebenso ausgeschlossen wie der Drittklassierte Peter Prevc und Anze Semenic, beide Slowenien.

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