Ski-WM
Mindestens acht Schweizer Medaillen sollten es werden – sonst wäre es eine Enttäuschung

Die Schweizer Skifahrerinnen und Skifahrer standen in 38 der bisher 49 Weltcuprennen auf dem Podest. Das schürt grosse Erwartungen. Eine durchschnittliche WM wäre bereits eine Enttäuschung. Der Erfolg bringt Druck.

Martin Probst
Martin Probst
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Die Schweizerinnen und Schweizer freuen sich über WM-Gold im Teamevent 2019.

Die Schweizerinnen und Schweizer freuen sich über WM-Gold im Teamevent 2019.

Jean-Christophe Bott / KEYSTONE

Das gab es seit Jahrzehnten nicht mehr: Die Schweizer Skifahrerinnen und Skifahrer haben an der heute in Cortina d’Ampezzo beginnenden Ski-WM Medaillenchancen in jeder Disziplin. Prognosen gibt Swiss-Ski zwar offiziell schon länger keine mehr bekannt, doch sollten diese Titelkämpfe in Italien nicht zum Erfolg werden, es wäre eine Enttäuschung.

In der vergangenen Saison wurden die Schweizerinnen und Schweizer nach langen 31 Jahren endlich wieder die Skination Nummer eins. Und auch in diesem Winter liegt Swiss-Ski in der Nationenwertung klar in Führung. Es war schon lange der Anspruch des Verbandes, den ewigen Rivalen Österreich zu überholen. Nun, da dies gelungen ist, muss an der WM die Bestätigung folgen. Mindestens acht Medaillen, und damit eine mehr als vor vier Jahren an der Heim-WM in St. Moritz, sollten es schon werden.

In der Vergangenheit gelang es den Schweizerinnen und Schweizern immer wieder, an Titelkämpfen zu überzeugen und damit Schwächen zu kaschieren. Heute ist der Verband so gut aufgestellt wie seit vielen Jahren nicht mehr. Das Gefüge stimmt auf allen wichtigen Positionen – von der Führung über die Trainer und Be­treuer bis hin zu den Athletinnen und Athleten. Das Resultat spiegelt sich auf der Piste. In 49 Weltcuprennen standen 38-mal Schweizerinnen und Schweizer auf dem Podest. Das sind eindrückliche Zahlen. Doch es erhöht den Druck für die WM. Die Zuversicht ist gross, dass es gut kommen wird.

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