Ski-WM-Kolumne
Einblick in den Alltag der Ski-WM-Journalisten: Kuhfelle als Sofa

Drei Journalisten wohnen während der Ski-WM gemeinsam in einer Wohnung in Cortina d'Ampezzo. In dieser Kolumne gibt es Einblicke in das Leben der Wohngemeinschaft. Heute: Das geht auf keine Kuhhaut.

Martin Probst
Merken
Drucken
Teilen
Früher einer Schulthek, heute ein Sofa.

Früher einer Schulthek, heute ein Sofa.

Mpr / Aargauer Zeitung

Erinnern Sie sich, als Kinder noch stolz einen mit Kuhfell bespannten Thek in die Schule trugen? Das geht heute natürlich nicht mehr. Wegen Klimajugend, Veganismus und so. Falls Sie sich aber fragen, was mit all den Relikten der Lederjugend passiert ist, sei es hier verraten: Sie befinden sich in Cortina. Nicht mehr als Thek zwar. Aber als Sofa. Ein drei auf drei Meter langes Kuh-Paradis mitten in unserer Wohnung.

Es ist wieder Ski-WM und wie immer bilden wir, also drei Journalisten verschiedener Zeitungen, eine Wohngemeinschaft. Ganz coronakonform mit Einzelzimmern natürlich. Obwohl wir sicher vitaler sind als die Kühe, auf denen wir sitzen. Schliesslich werden hier alle, die mit der WM zu tun haben, alle drei Tage getestet. So wollen die Organisatoren verhindern, dass das Virus vom Skizirkus verbreitet wird.

Das tun aber sowieso andere. Seit die Restaurants und Läden wieder bis 18 Uhr offen haben dürfen, kommen die Touristen in Massen. Als Michelle Gisin und Co. am Samstagabend auf der Piazza Angelo Dibona Interviews gaben, strömten die Menschen gerade aus den Bars. Dicht gedrängt und viele trotz Maskenpflicht ohne Schutz. Das geht dann – wie sagt man so schön – auf keine Kuhhaut.