Schwingen

Sind Sie bereit fürs Eidgenössische? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Schwünge

Wie sagt man diesen Schwüngen, die die Bösen da in Estavayer machen? Wir klären auf.

Wie sagt man diesen Schwüngen, die die Bösen da in Estavayer machen? Wir klären auf.

Vom Brienzer bis zum Wyberhaken: Wir zeigen Ihnen, welche Schwünge Sie kennen müssen und machen sie fit für das Eidgenössische Schwing- und Älpelerfest in Estavayer.

  • Brienzer

Der Brienzer gibt es in unzähligen Ausführungen. Im ursprünglichen Brienzer macht der angreifende Schwinger eine Drehung und greift mit dem Arm über die Schulter oder den Nacken des Gegners. Gleichzeitig hängt er mit dem linken Bein am Bein des Gegners ein, spreizt das Bein hoch und wirft ihn mit kräftigem Ruck nach vorn kopfüber auf den Rücken. Die gleiche Ausführung ist auch rückwärts möglich. Überhaupt gibt es viele Varianten des Brienzers.

Brienzer

Brienzer

  • Bur

Der Bur ist der am häufigsten angewandte Schwung im Bodenkampf. Hat der Schwinger seinen Gegner zu Boden gebracht, blockiert er ihn mit Gurtgriff und dem Einsatz seines Oberkörpers. Dann umfasst der Angreifer mit seiner linken Hand das rechte Bein des Gegners, reisst kurz auf, und arbeitet sich vor zwischen den Beinen, bis er hinten am Gurt Griff findet. Dann hebt er den Unterkörper des Gegners leicht hoch und überdrückt ihn bis zum Resultat.

Bur

Bur

Cards: Das müssen Sie übers Schwingen wissen

  • Hüfter

Beim Hüftschwung wechselt der Schwinger seinen Griff und fasst von oben den Gurt des Gegners. Mit der linken Hand fasst er den rechten Oberarm des Gegners, springt mit der rechten Hüfte möglichst tief unter den Gegner, hebt diesen durch Strecken der Beine vom Boden, beugt sich gleichzeitig kopfvoran tief nach vorn und wirft ihn mit heftigem Ruck kopfüber auf den Rücken. Der Hüfter kann sowohl links als auch rechts ausgeführt werden.

Hüfter

Hüfter

  •  Kurz

Der Kurzzug ist der wohl am meisten angewandte Schwung. Er wird schon zu Beginn beigebracht. Die häufigste Variante beginnt mit einer Finte, um dann das linke Bein zwischen die Beine des Gegners zu bringen. Dann zieht der Schwinger den Kontrahenten mit aller Kraft an sich und wirft ihn mit kräftigem Heben des linken Beines hoch. Dann folgt noch eine letzte, entscheidende Drehung nach rechts und der Gegner wird direkt auf den Rücken gedrückt.

Kurz

Kurz

  • Übersprung

Der Übersprung ist ein eher einfacher Schwung. Der Angreifer macht eine rasch ausgeführte Finte und springt (daher der Name) mit dem rechten Bein möglichst tief hinter das rechte Bein des Gegners. Im Anschluss wird der Kontrahent mit kräftiger Mithilfe des Oberkörpers direkt auf den Rücken geworfen. Der Übersprung kann sowohl als Gegenschwung des Hüftschwungs, Kurz und anderen, als auch direkt als Angriffsschwung angewendet werden.

Übersprung

Übersprung

  • Wyberhaken

Der Schwinger klemmt beim Wyberhaken das gegnerische Bein mit den eigenen Beinen ein und hakt nachher mit einem Bein ein. Dadurch ist der Kontrahent in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt und kann sich kaum mehr befreien. Dann wird der Gegner nach vorne gedrückt und direkt auf den Rücken gelegt, was meist zur Maximalnote führt. Warum der anspruchsvolle Schwung als Wyberhaken bezeichnet wird, ist umstritten. Seine Effizienz aber nicht. 

Wyberhaken

Wyberhaken

Quiz: Eidgenössisches Schwingfest 2016

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