Champions Dinner
«Sie sah wunderbar aus» – warum es dennoch nicht zum Tanz von Federer und Muguruza kam

Roger Federer erklärt am Tag nach seinem 19. Grand-Slam-Titel, weshalb es nicht zum Tanz mit Frauen-Siegerin Garbine Muguruza kam, wie lange er mit Freunden feierte und warum er heute mit Kopfweh aufwachte.

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Die Wimbledon-Champions: Roger Federer zusammen mit Garbine Muguruza.

Die Wimbledon-Champions: Roger Federer zusammen mit Garbine Muguruza.

EPA

Federer genoss seinen achten Wimbledon-Titel im Kreis seiner engsten Vertrauten. Erstmals seit fünf Jahren nahm er wieder am Champions Dinner teil, das in diesem Jahr in der Guildhall in der Londoner Innenstadt stattfand. Federer traf aufgrund seiner diversen Medienverpflichtungen nach dem klaren Dreisatzsieg im Final gegen Marin Cilic erst gegen 23 Uhr im ehemaligen Rathaus ein und verpasste dadurch die Vorspeise, die ihm später nachgereicht wurde.

Roger Federer mit der Sieger-Trophäe.
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Roger und Mirka posieren bei der Ankunft beim Champions Dinner in Wimbledeon.
So sieht ein Champion aus: Federer strahlt nach seinem 19. Grand-Slam-Titel um die Wette.

Roger Federer mit der Sieger-Trophäe.

AP – Jon Buckle

Nach dem Hauptgang, in dem den rund 400 geladenen Gästen das Essen serviert wurde, zeigte sich Federer im Interview mit dem ehemaligen Tennisprofi Mark Petchey selber erstaunt über das Erreichte: «Ich hätte 2003 nicht eine Sekunde gedacht, dass ich einst hier mit acht Wimbledon-Titeln stehen würde.» Es sei irgendwie surreal. «Wimbledon zu gewinnen ist immer speziell.»

Auch seine halbjährige Pause vor einem Jahr wird thematisiert, wobei Bilder von Federer beim Wandern in den Schweizer Bergen gezeigt werden. «Wer nicht weiss, was er in den nächsten Wochen und Monaten machen soll, das ist der Platz, wo er hingehen soll», schwärmte der im Bündnerland wohnhafte Baselbieter. «Die Schweiz ist wunderbar im Sommer.»

Der verwehrte Tanz mit Garbine Muguruza

Gegenüber den geladenen Gästen des All England Clubs sprach Federer auch über seine Frau Mirka, die bereits seit 2000 an seiner Seite ist, die ihn auch als Tennisspieler weitergebracht habe. «Sie hat mich dazu getrieben, härter zu arbeiten. Denn sie war eine hart arbeitende Tennisspielerin, im Gegensatz zu mir. Ohne sie hätte ich diese Seite vielleicht nicht kennengelernt.»

Mirka ist nicht «nur» Mutter, Ehefrau und Managerin, sie hat Roger auch dazu gebracht, härter zu arbeiten.

Mirka ist nicht «nur» Mutter, Ehefrau und Managerin, sie hat Roger auch dazu gebracht, härter zu arbeiten.

Keystone

Rund eineinhalb Stunden verbringt Federer mit seiner Ehefrau, den Eltern, seinem Staff, sowie Tommy Haas und dessen Ehefrau am Dinner. Zum angekündigten Tänzchen mit Garbiñe Muguruza, der Siegerin bei den Frauen, kommt es allerdings nicht.

Die Spanierin hatte ihn zuvor via Twitter dazu aufgefordert. «Die Möglichkeit mit Garbiñe zu tanzen, ergab sich nicht, da es keine Musik gab. Wir haben mehr Fotoshootings gemacht. Sie sah wunderbar aus, war aber auch etwas müde», sagte Federer. Die einstige Tradition, dass der Männer-Champion mit der Frauen -Siegerin tanzt, wurde schon seit Jahren abgeschafft.

Nach Mitternacht machten sich Federer und seine Entourage in eine Bar auf, um im engen Kreis auf seinen achten Triumph anzustossen. Bis um 5 Uhr hätten sie mit 30 bis 40 Freunden gefeiert.

Roger Federer

«Ich habe ein paar Stunden geschlafen, dann wachte ich mit Kopfschmerzen auf. Voilà.»

Federer erläutert gleich selbst: «Ich hatte zu viele verschiedene Drinks.» Nach der kurzen Nacht ging es für den 35-Jährigen noch einmal für einen Presse- und Fototermin in den All England Club zurück, ehe er mit seiner Familie in die Ferien verreiste. (zap/sda)