Fifa-Skandal

Sepp Blatter zuversichtlich: «Richter lässt Korruptions-Vorwurf fallen»

Sepp Blatter am Donnerstag, 17. Dezember 2015, beim Fifa-Hauptsitz in Zürich. Rechts sein Anwalt Lorenz Erni.

Sepp Blatter am Donnerstag, 17. Dezember 2015, beim Fifa-Hauptsitz in Zürich. Rechts sein Anwalt Lorenz Erni.

Morgen Montag wird das Urteil gegen Fifa-Präsident Sepp Blatter (79) bekannt. Der gibt sich nach der Anhörung zuversichtlich. «Der Richter sagte zu Beginn, ‹den Vorwurf der Korruption nehmen wir weg›», sagt Blatter zu SonntagsBlick.

«Ich hatte am Schluss das Gefühl, die Gerechtigkeit wird obsiegen», sagt Blatter weiter.

Blatter besuchte am Samstag mit seiner Enkelin Selena und deren drei Freundinnen den Zirkus Salto Natale in Kloten ZH. «Das ist eine Einladung für Selena. Sie ist in der Schule gemobbt worden.»

Warum, erklärt er so: «Weil ihr Opa ein schlechter Mensch sein soll, ‹der Gangster der Nation›. Das hat sie sehr getroffen, so dass sie die Schule wechseln musste, von Sion zurück nach Visp.» 

Gegenüber SonntagsBlick gibt Blatter an, er sei Ende Oktober fast gestorben. «Es war fünf vor zwölf. Mein Immunsystem brach zusammen, ich hatte einen totalen Kollaps. Zum Glück haben Kopf und Herz immer funktioniert, mein Hirn hat sich gegen den Tod gewehrt.»

Die Fifa-Ethikkommission wird im Fall der suspendierten Sepp Blatter und Michel Platini (60) ihr Urteil am Montag bekannt geben. Beide beteuern ihre Unschuld und plädieren auf Freispruch. 

Die ermittelnde Kammer der Ethikkommission hatte lebenslange Sperren gegen den Fifa-Präsidenten Blatter und den Uefa-Präsidenten Platini gefordert. Hintergrund ist eine Zahlung von zwei Millionen aus dem Jahr 2011. Die Ermittler vermuten Schmiergeld für Blatters Wiederwahl vor vier Jahren. Nach Darstellung der beiden Spitzenfunktionäre handelte es sich um eine verspätete Honorarzahlung für Dienste aus den Jahren 1998 bis 2002. «Ich habe nichts Falsches gemacht, das kann ich nur wiederholen. Es gab einen mündlichen Vertrag, den habe ich erfüllt», sagte Blatter letzte Woche im Interview mit der «Sportinformation». (nch/si)

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