WM in Katar
Sepp Blatter: «Das war nicht besonders intelligent»

Krebst der FIFA-Boss zurück? In der Sendung «Telefoot» von TF1 gab er ein langes Interview, in dem er zur Vergabe der Weltmeisterschaften von 2018 und 2022 Stellung nahm. Offenbar trägt Blatter den Gedanken, die WM im November auszutragen.

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FIFA-Präsident Sepp Blatter

FIFA-Präsident Sepp Blatter

Keystone

Blatter ist auf Schlingenkurs: Die Aufregung bei vielen Fussball-Fans war riesig, als die WM 2022 an Katar vergeben wurde. Ähnlich gross der Aufschrei, als der Weltverband erwägte, die Endrunde wegen den hohen Temperaturen im Wüstenstaat auf den Winter zu verlegen. Denn im Sommer kann es im Wüstenstaaat rund 45 Grad Celsius warm werden.

Fifa-Präsi Sepp Blatter (74) hat jetzt aber doch andere Pläne. Der Walliser zieht vorläufig einen Schlussstrich unter die Diskussionen: «Alles ist für den Sommer vorbereitet, und alle 64 WM-Spiele finden in Katar statt», sagt Blatter in einem BBC-Interview im Februar. In der Sendung «Telefoot» des französischen Senders TF1 machte er jetzt eine erneute Kehrtwende: «Wir wollen unter den besten Bedingungen spielen, also dann, wenn die klimatischen Bedingungen die optimalsten sind. Das Exekutivkommitee will nun die internationale Agenda neu studieren.»

Ungewöhnlich zahm, ja fast reuig zeigte sich der 75-Jährige auch bei der Vergabe der WM an die beiden Aussenseiter-Staaten Russland und Katar. «Das war vielleicht nicht die intelligenteste Sache, die wir gemacht haben.» Es wäre besser gewesen, die Vergabe der WM von 2018 von jener für 2022 zu trennen. Beides gleichzeitig auszulosen habe Irritationen ausgelöst und auch Spekulationen, was gegenseitige «Hilfestellungen» im Sinne von «Ich stimme für Dich, Du stimmst für mich» angehen würden, so Blatter. (cls)