Tennis

Schweizer Sportler des Jahres: Roger Federer vom Publikum abgestraft

Roger Federer weilt derzeit an seinem Zweitwohnsitz in Dubai.

Roger Federer weilt derzeit an seinem Zweitwohnsitz in Dubai.

Geht es nach den Sportlerkollegen und den Medienschaffenden, wäre Roger Federer am Sonntag zum achten Mal zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt worden. Doch bei der Publikumswahl wurde er nur Dritter.

Seine Abwesenheit hat fast schon Tradition. Auch in diesem Jahr bereitet sich Roger Federer an seinem Zweitwohnsitz Dubai auf die neue Saison vor, während sich die Schweizer Sportprominenz bei den Sports Awards trifft. Vertreten lässt sich der Baselbieter von seinen Eltern, Lynette und Robert. «Ich hoffe, er bereitet sich sehr gut vor, denn er ist nicht mehr der Jüngste», sagt die Mutter über den 38-Jährigen.

Geht es nach den Sportlerkollegen und den Schweizer Medienvertretern, wäre ihr Sohn am Sonntag bereits zum achten Mal zum Schweizer Sportler des Jahres gekürt worden. Doch beim Publikum belegt Roger Federer nur den dritten Rang. Er erhält 15 Prozent der Stimmen, Schwingerkönig Christian Stucki kommt auf 52 Prozent, Ski-Fahrer Beat Feuz liegt mit 19 Prozent ebenfalls noch vor Federer. Ein klares Verdikt gegen den Tennis-Spieler.

Lynette und Robert Federer vertraten Sohn Roger.

Lynette und Robert Federer vertraten Sohn Roger.

In der Endabrechnung hat Stucki mit 30 Prozent die Nase deutlich vor Federer, der auf 21,5 Prozent kommt. Dass Federer eine Publikumswahl nicht gewinnt, ist eine echte Rarität. Seit 2003 wurde der 38-Jährige bei den ATP Awards nicht weniger als 16 Mal in Folge (!) zum Fanliebling gewählt. Dass er bei den Schweizer Sports Awards meist fehlt, hat aber schon in der Vergangenheit Anlass zu Diskussionen gegeben.

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Federer rührt Werbetrommel für seinen Weltrekord

Während des Stelldicheins der Schweizer Sportprominenz gewährte Federer Schweizer Journalisten in Dubai eine Audienz. Thema: das Match for Africa in Kapstadt, Südafrika, in der Heimat seiner Mutter, gegen Rafael Nadal. Die 50'000 Tickets für das Spiel vom 7. Februar waren innert weniger Minuten vergriffen – Weltrekord für ein Tennis-Spiel.

Roger Federer bestreitet vor den Australian Open (ab 20. Januar) kein Turnier. Seine Zusage beim neu geschaffenen ATP Cup zog er zurück und machte familiäre Gründe geltend. In den letzten drei Jahren hatte er mit Belinda Bencic den Hopman Cup bestritten, den das Duo zweimal gewinnen konnte. Dieser fiel dem Reformwahn der ATP zum Opfer.

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