Fussball WM

Schweizer Nati-Trainer Petkovic: «Brasilien schlägt uns mit links»

Vorfreude auf die WM: Vladimir Petkovic und die Schweiz fordern am 17. Juni Brasilien

Vorfreude auf die WM: Vladimir Petkovic und die Schweiz fordern am 17. Juni Brasilien

In knapp drei Monaten beginnt die Fussball-WM. Die Schweiz bestreitet diese Woche ihr erstes Trainingscamp 2018. Vor den Testspielen gegen Griechenland und Panama spricht Nationaltrainer Vladimir Petkovic über die WM, die Pfiffe gegen Haris Seferovic und die ominöse Verletzung von Xherdan Shaqiri.

Am Montagnachmittag fliegt die Schweiz nach Athen. Dort wird das Nationalteam die kommenden Tage verbringen. Es ist die erste Vorbereitung auf das Highlight des Jahres: Die WM in Russland. In der Gruppe E trifft die Schweiz auf Brasilien, Serbien und Costa Rica. Zuvor beantwortet Nati-Trainer Vladimir Petkovic an einem Medien-Roundtable die drängendsten Fragen.

Wie gross ist Ihre WM-Vorfreude schon?

Innerlich schon ziemlich gross. Ich spüre die WM in meinem Körper. Auch wenn der Kopf sagt, sie ist noch weit weg. Die Begeisterung wächst jedenfalls. Nach den Barrage-Spielen gegen Nordirland waren wir sehr froh. Aber es dominierte die Erleichterung, wir waren alle sehr müde danach. Jetzt stehen andere Gefühle im Vordergrund, die Freude ist da.

Haris Seferovic musste gegen Nordirland Pfiffe über sich ergehen lassen. Hat er danach an einen Rücktritt gedacht?

Überhaupt nicht. Wenn diese Frage nicht gekommen wäre, hätte ich gar nicht mehr daran gedacht, was passiert ist. Zunächst einmal: Als ich unmittelbar im Anschluss an das Spiel über diesen Fall sprach, habe ich noch nicht gesehen, dass auch Haris eine Geste gemacht hat gegen das Publikum. Das tut mir Leid. Ich hoffe einfach, so eine Geschichte wiederholt sich nicht. Weder von uns, noch von unseren Fans. Ich war mit ihm ab und zu in Kontakt. Er ist ein Kämpfer. Und einer, der schnell vergisst. Ich bin sicher, er will sich in den kommenden Tagen und Monaten bestätigen.

Xherdan Shaqiri fehlt im Aufgebot für die Testspiele gegen Griechenland und Panama. In der Premier League hat er am Wochenende aber gespielt - was ist genau los mit ihm?

Es ist ganz einfach: Stoke City hat alles versucht, um ihn für dieses wichtige Spiel im Abstiegskampf (1:2-Niederlage gegen Everton, d.Red.) fit zu kriegen. Er hat mich zuvor angerufen und mich über die Situation informiert. Seine Wade ist noch immer nicht zu 100 Prozent in Ordnung. Deshalb haben wir in Absprache mit seinem Verein entschieden, die Verletzung nun ausheilen zu lassen. Wenn er das jetzt nicht tut, wann dann? Es stehen noch viele Spiele an in der Liga bis zur WM. Ein bisschen beunruhigt mich seine Situation schon.

Im ersten WM-Spiel trifft die Schweiz gleich auf Brasilien. Wie denken Sie knapp drei Monate vorher über diesen klingenden Gegner?

Eigentlich sind Gedanken an Brasilien im Moment weit weg. Man sollte sich nicht zu sehr um sie kümmern, denn normalerweise sollten sie mit links gewinnen gegen die Schweiz. Aber darum kümmere ich mich nicht. Wir werden versuchen, eine sehr grosse Überraschung zu sein an der WM. Wenn der Gegner besser ist, dann Chapeau. Aber zuallererst schauen wir auf uns. In jedem Spiel.

WM-Spiele der Schweiz

  • Brasilien – Schweiz: 17. Juni, Rostow am Don
  • Serbien – Schweiz: 22. Juni, Kaliningrad
  • Schweiz – Costa Rica: 27. Juni, Nischni Nowgorod

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