Orientierungslauf-Weltcup
Schweizer Mixed-Staffel sichert sich zweiten Rang beim Orientierungslauf-Weltcup-Auftakt

Beim ersten Weltcuprennen dieser Saison sicherte sich das Schweizer Mixed-Staffel-Team um Sabine Hauswirth, Florian Howald, Martin Hubmann und Elena Roos den zweiten Rang. Gewonnen wurde der bis zum Schluss spannende Wettkampf in Turku (FIN) von der Schwedischen Staffel, das Team Grossbritannien sicherte sich den dritten Rang.

Raffael Huber
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OL-Weltcup-Auftakt
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Florian Howald in Aktion.

OL-Weltcup-Auftakt

Beat Meier

In einem abwechslungsreichen Rennen zwischen grossen Häuserblocks, Parkgelände, Brücken und auf der Männerstrecke sogar etwas Wald, ging es hektisch zu und her. Viele Topathleten hatten grössere Zeitverluste und Fehlstempel zu verzeichnen, leider erwischte es dabei auch das zweite und dritte Team der Schweiz.

Das erste Schweizer Team hingegen war von der Startstrecke weg in der Spitzengruppe vertreten. Sabine Hauswirth lief ein sehr stabiles Rennen und übergab in der Spitzengruppe an Florian Howald. Nicht zuletzt wegen seinen Tempoverschärfungen zog sich das Feld auf der zweiten Strecke auseinander. „Ich war super vorbereitet und spürte, dass ich von der Spitze weg Druck machen kann", berichtet Howald von seinem Lauf.

Auch Martin Hubmann auf der dritten Ablösung lief ein starkes Rennen und schickte die Schweizer Schlussläuferin Elena Roos zusammen mit dem Schwedischen Team und dicht gefolgt von der Dänin Maja Alm auf die Schlussstrecke. Ein Zögern bei Roos auf einer Routenwahl kurz vor der Arenapassage ermöglichte es Alm, zu den beiden führenden Teams aufzuschliessen. „Mir fehlte etwas die Erfahrung auf der Schlussstrecke in diesem Moment. Ich war nicht sicher ob ich meinen eigenen Plan durchziehen oder der Schwedin Helena Jansson folgen sollte."

So kam es zum spannenden Finale zwischen den drei dominierenden Mixed-Sprint Nationen, wobei Helena Jansson im physisch betonten Schlussteil über die grössten Reserven verfügte. Auch Maja Alm kam vor Elena Roos ins Ziel, wurde aber wegen eines falschen Postens disqualifiziert. Somit erbte die Schweiz den zweiten Rang und das Britische Team mit einem Rückstand von rund einer Minute auf Roos die Bronzemedaille.

Das sagen die Beteiligten:

Florian Howald (zweite Strecke): „Ich war super vorbereitet. Die Bahn präsentierte sich wie erwartet mit Routenwahlen um grössere Häuserblocks aus dem Park heraus. Ich hatte auch physisch ein gutes Gefühl und wusste, dass ich von vorne her Druck machen kann. Ein kleiner Fehler gerade vor dem Überlauf kostete mich ein paar Sekunden, ich liess mich aber nicht aus dem Konzept bringen. Als Team waren wir sehr gut vorbereitet und freuen uns sehr über den gelungenen Saisonauftakt."

Elena Roos (Schlussstrecke): „Es war eine gute Leistung von mir. Zu Beginn des Rennens hatte ich dieselben Gabelungsposten wie die Schwedin Helena Jansson und sie nahm jeweils immer die gleiche Route wie ich. Vor dem Überlauf zögerte ich auf einer Routenwahl, da fehlte mir die Erfahrung auf der Schlussstrecke, denn ich wusste nicht richtig, ob ich meine eigene Route laufen sollte oder an der Schwedin dranbleiben. Durch dieses Zögern überholte mich die Dänin Maja Alm. Im physisch betonten Schlussteil waren sowohl die Schwedin als auch die Dänin stärker. Insgesamt sind wir als Team sehr zufrieden."

World Cup Sprint Relay (Turku FIN), 24.05.2017

1. Schweden, 53:15
2. Schweiz (Sabine Hauswirth, Florian Howald, Martin Hubmann, Elena Roos), +0:13
3. Grossbritannien, +1:13
4. Russland, +1:19
5. Finnland 2, +1:39
6. Norwegen, +2:25

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