Super-Kombination
Sandro Viletta – ein Bündner schnappt sich Olympiagold aus dem Nichts

Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet: Überraschend und nach einem nahezu perfekten Slalom-Lauf gewinnt der 28-jährige Bündner Sandro Viletta die Super-Kombination von Sotschi.

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Sandro Viletta schnappt sich Olympiagold aus dem Nichts

Sandro Viletta schnappt sich Olympiagold aus dem Nichts

Keystone

Es ist der grösste Erfolg in der bisher eher harzigen Karriere des 28-jährigen Bündners. Doch sein Erfolg an den Olympischen Spielen von Sotschi erinnert an seinen ersten und einzigen Weltcupsieg, 2011 beim Super-G in Beaver Creek. Heute wie damals kam der Sieg aus dem Nichts.

Olympiasieg für Sandro Viletta!
17 Bilder
Riesen-Überraschung in Sotschi: Sandro Viletta ist Olympiasieger in der Super-Kombination!
Viletta kämpft um jede Hundertstelsekunde
Viletta (Zweiter von rechts) nimmt die Gratulationen entgegen
Sandro Viletta gibt Gas in der Abfahrt
In der Abfahrt hatte Viletta noch den 14. Platz erreicht
Sandro Viletta aus dem Bündnerland
Kjetil Jansrud gewinnt die Super-Kombi-Abfahrt, danach wird er von Viletta im Slalom geschlagen
Der Norweger lässt sich nach der Abfahrt feiern
Carlo Janka klassiert sich als bester Schweizer in der Abfahrt, im Slalom enttäuscht er
Carlo Janka
Beat Feuz
Bode Miller
Ted Ligety
Ivica Kostelic

Olympiasieg für Sandro Viletta!

Keystone

Vater und Sohn Kostlic als Gratulanten

Entsprechend wortkarg steht Viletta nach seinem Sieg denn auch beim Reporter des Schweizer Fernsehens im Zielraum. Den Erfolg kann er noch nicht richtig fassen: «Es ist unbeschreiblich und... es ist einfach so», lächelt der frischgebackene Olympionike in die Kamera.

Besonders freut ihn, dass Ivica Kostelic und sein Vater Ante sich mit ihm freuten. Ivica Kostelic galt nach seinem guten Lauf in der Abfahrt als Favorit für Olympiagold, sein Vater hatte den anspruchsvollen Slalomkurs, gespickt mit vielen Fällen, gesteckt.

In die Fallen von Ante Kostelic tappte Viletta nicht. Ihm gelang vielmehr ein brillianter Slalomlauf, der ihn vom 14. Rang nach der Abfahrt auf den ersten Platz hievte.

Laufbahn geprägt von Verletzungen

Vilettas Geschichte erinnert an diejenige von Dominique Gisin, die bei der Abfahrt der Damen vom Mittwoch überraschend Gold holte. Wie sie nagte Viletta während seiner bisherigen Profikarriere immer wieder am Verletzungspech.

Diese harte Zeit scheint nun ein versöhnliches Ende zu finden. Olympiagold für Sandro Viletta - ihm bleibt nur zu sagen: „Es ist einfach genial." (dfu)