Fussball
Samba olé, vamos ao Brasil: Das sind die 32 Teams an der Fussball-WM

Mit Uruguay hat sich in der Nacht das letzte der 32 Teams für die Fussball-WM 2014 qualifiziert. Ein Blick auf das Teilnehmerfeld zeigt: Die grossen Überraschungsteams fehlen – sie scheiterten zum Teil aber erst in allerletzter Sekunde.

Roman Michel
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Die 32 Mannschaften an der WM 2014

Spanien

Keystone

Am Schluss ist doch alles wieder «normal»: Frankreich zog in den Barrage-Spielen gegen die Ukraine im letzten Moment den Kopf aus der Schlinge, Superstar Cristiano Ronaldo reist ebenfalls nach Brasilien und Uruguay (6. der Weltrangliste) erteilte Jordanien beim 5:0 eine Fussball-Lehrstunde.

Mit der Qualifikation der Südamerikaner steht auch die letzte Mannschaft für die WM-Endrunde 2014 fest. Beim Teilnehmerfeld fehlen die grossen Überraschungen.

Von den 32 Teams der letzten WM im Jahr 2010 sind in Brasilien nur acht Mannschaften nicht mehr dabei: Gastgeber Südafrika, Slowenien, Serbien, Slowakei, Dänemark, Nordkorea, Paraguay und Neuseeland – alles Länder, die sich damals eher überraschend für die Endrunde qualifizieren konnten.

Einzig Bosnien-Herzegowina schaffte heuer zum ersten Mal in der Geschichte den Sprung an eine WM-Endrunde.

Dass sich das Team um Superstar Edin Džeko in einer eher einfachen Qualifikationsgruppe durchsetzte, trübte die Euphorie im Land keineswegs. Mit vielen Akteuren aus den besten Ligen Europas könnte Bosniens Überflug auch in Brasilien andauern.

Überraschungsmannschaften scheitern kurz vor Ziel

Im Gegensatz zur WM-Euphorie im Balkan-Staat steht die Stimmung bei Fussballzwerg Island. Die Inselkicker mussten in ihrer Qualifikationsgruppen nur der Schweiz den Vortritt lassen und spielten sich mit erfrischendem Offensivfussball in die Barrage.

Nach einem 0:0 gegen Kroatien machte sich die Nummer 46 der Weltrangliste berechtigte Hoffnungen auf die Reise nach Brasilien – musste den erfahreneren Kroaten im Rückspiel (0:2) aber den Vortritt lassen.

Leere Gesichter und Tränen – die Enttäuschung stand den Isländern nach der Niederlage ins Gesicht geschrieben. Stürmer Eidur Gudjohnsen brach während einem Interview vor laufender Kamera in Tränen aus (siehe Video).

Ähnlich erging es auch der Ukraine. Die Gelb-Blauen gewannen das Barrage-Hinspiel gegen Frankreich noch mit 2:0, zogen aber gegen entfesselte Franzosen im Rückspiel (0:3) auch wegen eines Offsidetores den Kürzeren.

Nur ganz knapp verpasste mit Burkina Faso auch ein anderes Überraschungsteam die Qualifikation für das Turnier in Brasilien. Die Hengste entschieden im entscheidenden Playoff-Duell gegen Algerien das Heimspiel mit 3:2 knapp für sich, scheiterten im Rückspiel (0:1) aber an der Auswärtstorregel.

In letzter Sekunde wurde Panama um sein WM-Debüt gebracht: Im abschliessenden Spiel gegen die bereits qualifizierte USA führten die Mittelamerikaner bis zur 90. Minute mit 2:1, befanden sich auf bestem Weg nach Brasilien – und kassierten in den Schlusssekunden noch zwei Treffer. Der Frust und die Enttäuschung nach dem ultra-knappen Scheitern: Riesig.

Bale, Czech and Co. – diese Topstars bleiben zu Hause

Obwohl die grösseren Überraschungen ausblieben, müssen doch etliche Topstars auf die WM 2014 verzichten.

David Alaba von Champions League-Sieger Bayern München scheiterte mit Österreich in der starken Gruppe mit Deutschland und Schweden erst am zweitletzten Spieltag.

Peter Czech gehört seit einer Ewigkeit schon zu den besten Torhütern der Welt, er landete mit seinen tschechischen Kollegen hinter Italien und Dänemark aber nur auf Rang 3 der Qualifikationsgruppe B.

Weiterhin auf sein erstes grosses Turnier mit der Nationalmannschaft muss auch Real-Star Gareth Bale warten. Wales beendete die Qualifikation in der Gruppe mit Belgien und Kroatien auf dem zweitletzten Rang.

Mit Marek Hamsik verpasst einer der besten Mittelfeldspieler Europas das Turnier in Brasilien. Der Napoli-Söldner konnte sich mit der Slowakei nicht durchsetzen.

Erstmals seit 20 Jahren verpasste Paraguay eine WM-Endrunde. Das Team um den ehemaligen Bundesliga-Stürmer Roque Santa Cruz (heute Malaga) hatte es 2010 noch bis ins Viertelfinale geschafft und scheiterte nur knapp am späteren Weltmeister Spanien.

Der bekannteste Abwesende ist allerdings Schwedens Zlatan Ibrahimovic. Auf seine spektakulären Showeinlagen und kräftigen Vorstösse müssen die Fans an der WM verzichten.