Ups, da sind nur vier, statt fünf Ringe zu sehen: Die aufwendig inszenierte Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele ist von einer technischen Panne gestört worden.

Das Erkennungslogo der Spiele blieb damit unvollendet. Im wichtigsten russischen Fernsehsender war das Malheur indes nicht zu sehen: Der Perwy-Kanal blendete die Übertragung einfach für eine kurze Werbepause aus.

Die 40'000 Besucher der Eröffnungsfeier im Fischt-Olympiastadion konnten die Panne dagegen ebenso mit eigenen Augen verfolgen wie die Zuschauer ausländischer TV-Kanäle, die das internationale Übertragungssignal nutzten.

Das russische Fernsehen strahlte die Auftaktzeremonie aus Sotschi nicht live, sondern mit rund 15 Sekunden Verzögerung aus. Dadurch wurden gezielte Eingriffe in den Übertragungsablauf ermöglicht.

Mit Kosten von rund 45 Milliarden Franken handelt es sich um die teuersten Olympischen Spiele aller Zeiten. Für Russland ist es das grösste internationale Ereignis seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Der Glanz hat allerdings Makel: Kritik an Menschenrechtsverstössen und der Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Russland machten weltweit Schlagzeilen, hinzu kamen Berichte über Umweltschäden durch Bauprojekte, Korruption und unfertige Unterkünfte. (sda)