Kommentar

Rücktritt von Alex Miescher: Eine logische Folge nach Wochen der Irritationen

SFV-Generalsekretär Alex Miescher zieht nach der Polemik um seine Person die Konsequenzen

SFV-Generalsekretär Alex Miescher zieht nach der Polemik um seine Person die Konsequenzen

Am Freitagnachmittag teilt der Schweizer Fussballverband mit, dass Nati-Generalsekretär Alex Miescher um die Freistellung von seinem Amt gebeten hat. Es ist die logische Folge nach Wochen der Irritationen. Der Kommentar.

Am Anfang dieses Rücktritts steht ein Interview von Miescher selbst. Er hat nach dem WM-Achtelfinal-Out gegen Schweden zur Debatte gestellt, ob die Schweiz künftig auf Doppelbürger verzichten soll. Und damit nicht nur eine Vielzahl von Nationalspielern brüskiert. Sondern auch der langjährigen Arbeit des Verbands geschadet, der für sich stets in Anspruch nahm, betreffend Integration ein Vorbild zu sein.

Der Bruch zwischen Miescher und dem Team war nicht mehr zu kitten. Granit Xhaka sprach von „Steinzeitkommentaren“. Nun ist Miescher am Ende dieser Woche wohl selbst zur Erkenntnis gekommen, dass eine weitere Zusammenarbeit unmöglich ist. Auch Valon Behrami griff ihn nach seinem Ende als Nationalspieler frontal an, sprach von „politischen Gründen“, die zu seiner Verbannung geführt hätten.

Vielleicht ist der Rücktritt von Alex Miescher ein erster Befreiungsschlag. Doch der Schweizer Fussballverband würde einen gravierenden Fehler begehen, nun zu denken, damit seien alle Irritationen vom Tisch. Es braucht eine detaillierte Klärung und Aufarbeitung aller Fehler. Insbesondere der Nationaltrainer Vladimir Petkovic ist jetzt gefordert. Er muss Verantwortung übernehmen, vermitteln – und dabei auch die Öffentlichkeit mit ins Boot holen. Sein Versteck-Spiel sollte endlich ein Ende nehmen.

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