Australian Open
Rückkehr der Superhelden: Roger Federer gegen Rafael Nadal – die Reise in die Vergangenheit

Ein Final für Nostalgiker. Federer gegen Nadal. Schon diese drei Wörter lassen Tennis-Herzen höher und vor allem auch schneller schlagen. Die alten Rivalen treffen im Final der Australian Open wieder auf einander. Die Superhelden aus vergangegen Zeiten sind wieder da.

Petra Philippsen, Melbourne
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Roger Federer trifft im Final der Australian Open auf Rafael Nadal.

Roger Federer trifft im Final der Australian Open auf Rafael Nadal.

KEYSTONE/EPA EFE/J. GRAPPELLI

André Agassi kann sich noch gut erinnern, an das Final bei den US Open 2005. Der US-Altmeister hatte es tatsächlich mit 35 Jahren noch einmal ins Endspiel eines Grand Slams geschafft. Und damit war er der älteste Finalist seit dem Australier Ken Rosewall, dem das 1974 im Alter von 39 Jahren in New York gelungen war.

Agassi gegenüber stand damals Roger Federer, gerade 24 Jahre alt geworden und schon zu gut, um sich nicht seinen sechsten Grand-Slam-Titel gegen den Tennis-Veteran zu holen. Für Agassi war es dann genau ein Jahr später vorbei mit der Karriere, sein Körper streikte.

Nun steht Federer im Endspiel der Australian Open mit 35 Jahren und 312 Tagen und ist damit der älteste Finalist seit Rosewall. «Nicht in einer Million Jahren hätte ich daran geglaubt, dass Roger mit 35 noch auf diesem Level spielen würde», staunt Agassi: «Wegen Roger habe ich aufgehört, irgendetwas vorauszusagen.»

Federers Fehleinschätzung

Dabei hätte Federer vor zwei Wochen selbst noch nicht daran geglaubt, dass dieser famose Lauf in Melbourne möglich wäre, gleich beim ersten Härtetest nach sechsmonatiger Verletzungspause. «Ich hätte jedem wohl gesagt, im Sport ist zwar alles möglich», meinte Federer, «aber ich glaube es eher nicht. Das ist zu früh für mich. Aber nun bin ich schon sehr überrascht.»

Doch Federer staunt nicht nur über seine Leistung, er fühlt sich auch geehrt. Der Baselbieter hatte schon immer ein besonderes Faible für die Spieler-Generation, die um die Gründung der Profiära 1968 herum Tennissport betrieben. «Über diese Spieler reden wir gar nicht genug», betont Federer, «ich liebe die Generation der Spieler wie Tony Roche, Rod Laver, Ken Rosewall, Roy Emerson. Sie hatten grandiose Karrieren, und in einem Atemzug mit ihnen genannt zu werden, ist ein tolles Gefühl.»

Besonders zu Rosewall hat Federer einen guten Draht. «Er ist ein wunderbarer Mensch. Jedes Jahr schreibt er mir zu den Australian Open einen Brief und wünscht mir alles Gute. Das freut mich immer.» Und Rosewall hatte ihm vorgemacht, dass mit Ü30 noch Grosses im Tennissport möglich ist. Mit 35 Jahren gewann er die US Open, mit 36 und schliesslich 37 Jahren siegte er noch bei seinem Heimspiel, den Australian Open. «Es bedeutet mir sehr viel, dass ich nach so langer Zeit wieder an solche Bestmarken heranrücke», meinte Federer.

Australian Open 2017: Halbfinal Federer gegen Wawrinka Roger Federer kommt zurück und steht in seinem 28. Grand-Slam-Final. In Australien gewann er bisher viermal, zuletzt 2010.
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Roger Federer beim Platzinterview: «Ich hatte die ganze Woche Beinprobleme. Normalerweise nehme ich nie Medical Time-outs. Aber ich dachte: Stan nahm seines, ich nehme meines auch.»
Stan Wawrinka «verschenkte» den letzten Satz.
Das eine Break reichte: Federer beendet die Partie mit dem ersten von drei Matchbällen.
Wawrinka hat beim Stand von 3:2 einen Totalausfall und wird gebreakt.
Es läuft zu Beginn nicht ganz nach seinem Geschmack, aber Roger Federer legt im fünften Satz 3:2 vor.
Der fünfte Satz ist von Beginn weg hart umkämpft.
Wawrinka reicht ein Break und schafft den Satzausgleich.
Beim Stand von 4:4 gibt Roger sein Aufschlagspiel ab.
Federer bringt sein Aufschlagsspiel zum 2:1 nach drei Breaks in Serie wieder durch – und dies souverän.
Dann rappelt sich der Maestro auf und antwortet mit dem sofortigen Rebreak
Roger Federer ist auch zu Beginn des vierten Satzes komplett von der Rolle.
Stan breakt Roger auch zum Auftakt des vierten Satzes.
Wawrinka holt sich den dritten Satz im Eiltempo mit 6:1
Federer scheint geistig in der Kabine geblieben zu sein – es passte nichts mehr, vor allem auf der Vorhand.
Vor dem dritten Satz nimmt Wawrinka ein Medical Timout.
Tränen unter dem Tuch.
Unter Tränen verlässt Stan den Court.
Wenig später kommt er mit einer Bandage unter dem rechten Knie wieder aus der Kabine.
Federer holt sich das Break zum 4:2 und bringt danach auch den zweiten Satz mit 6:3 nach Hause.
Wawrinka lässt derweil sein Racket sprechen...
und schmettert es zu Boden.
Hier spricht der Furst.
Der erste Satz war ein Kampf auf Augenhöhe.
Federer holt sich den ersten Satz mi 7:5.
Wawrinka spielt nach 50 Minuten eine Vorhand ins Netz und...
... gibt damit den Startsatz ab.
Schenken sich nichts im ersten Satz: Roger Federer und Stan Wawrinka.
Die beiden Schweizer zeigen grossartiges Tennis in der Rod Laver Arena.
Noch kein Break zwischen Federer und Wawrinka im ersten Satz beim Stand von 5:5.
Nach Roger kommt auch Stan zu zwei Breakbällen, ...
... aber auch Roger kann diese abwehren und legt zum 3:2 vor.
Bei Wawrinkas zweitem Aufschlagspiel vergibt Federer drei Breakbälle.
Wawrinka erkämpft sich sein zweites Aufschlagspiel...
...und gleicht im ersten Satz zum 2:2 aus.
Ausgeglichener Start: Federer und Wawrinka gewinnen ihre Aufschlagspiel zum Auftakt ungefährdet.
Stan Wawrinka und Roger Federer: Welcher Schweizer zieht in den Final der Australian Open 2017 ein?

Australian Open 2017: Halbfinal Federer gegen Wawrinka Roger Federer kommt zurück und steht in seinem 28. Grand-Slam-Final. In Australien gewann er bisher viermal, zuletzt 2010.

AP

Agassi glaubt indes, dass es nicht der letzte Versuch des Schweizers gewesen sein müsse. «Roger ist so bemerkenswert, er kann vielleicht noch ein paar Jahre länger weitermachen und weitere Slams gewinnen.»

Die 18. Major-Trophäe, hinter ihr ist Federer nun schon vergeblich her, seit er in Wimbledon 2012 zum bisher letzten Mal einen Grand Slam gewann. Es wird am Sonntag sein 28. Major-Final, und damit hat Federer seine eigene Bestmarke weiter ausgebaut, die er seit Wimbledon 2009 innehat.

Nach Novak Djokovic ist der Schweizer nun der einzige Spieler der Profi-Ära, der zum sechsten Mal in Melbourne ins Endspiel eingezogen ist. Und es wird seine 100. Partie bei den Australian Open, vielleicht ein weiteres gutes Omen. Denn bisher ist der Amerikaner Jimmy Connors der Einzige, der das bei einem Grand Slam schaffte – und er hat die Marke sogar in Wimbledon (102) und bei den US Open (115) gesetzt. Federer könnte in seiner Karriere daran sogar noch heranreichen: Wimbledon (95), US Open (89) und French Open (81).

Zudem wäre Federer als Nummer 17 der Welt, sollte er das Final gewinnen, der Erste nach Pete Sampras bei seinem US-Open-Sieg 2002. «Spieler wie Pete zum Beispiel haben ja gar nicht so lange gespielt wie wir heute», gab Federer zu bedenken, «deshalb hat es wohl auch so lange keiner mehr mit 35 ins Final geschafft.»

Das sind alle Turniersiege von Roger Federer:

103. Titel, Basel 2019 Alex de Minaur, 6:2, 6:2
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102. Titel, Halle 2019 David Goffin 7:6, 6:1
101. Titel, Miami 2019 John Isner, 6:1, 6:4
100. Titel, Dubai 2019 Stefanos Tsitsipas, 6:4, 6:4
99. Titel, Basel 2018 Marius Copil, 7:6, 6:4
98. Titel, Stuttgart 2018, Milos Raonic, 6:4, 7:6
97. Titel, Rotterdam 2018, Grigor Dimotrov, 6:2, 6:2
96. Titel, Melbourne 2018 Marin Cilic, 6:2, 6:7, 6:3, 3:6, 6:1
95. Titel, Basel 2017 Juan Martin del Potro, 6:7,6:4,6:3
94. Titel, Shanghai 2017 Rafael Nadal, 6:4, 6:3.
93. Titel, Wimbledon 2017 Marin Cilic, 6:3, 6:1, 6:4
92. Titel, Halle 2017 Alexander Zverev, 6:1, 6:3
91. Titel, Miami 2017 Rafael Nadal, 6:3, 6:4
90. Titel, Indian Wells 2017 Stan Wawrinka, 6:4, 7:5.
89. Titel, Australian Open 2017 Rafael Nadal, 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3.
88. Titel, Basel 2015 Rafael Nadal, 6:3, 5:7, 6:3.
87. Titel, Cincinnati 2015 Novak Djokovic, 7:6 (7:1), 6:3.
86. Titel, Halle 2015 Andreas Seppi, 7:6 (7:1), 6:4
85. Titel, Istanbul 2015 Pablo Cuevas, 6:3, 7:6 (13:11)
84. Titel, Dubai 2015 Novak Djokovic, 6:3, 7:5.
83. Titel, Brisbane 2015 Milos Raonic, 6:4, 7:6, 6:4. - Es war Federers 1000. ATP-Karriere-Sieg.
82. Titel, Basel 2014 David Goffin, 6:2, 6:2.
81. Titel, Schanghai 2014 Gilles Simon, 7:6 (8:6), 7:6 (7:2)
80. Titel, Cincinnati 2014 David Ferrer, 6:3, 1:6, 6:2.
79. Titel, Halle 2014 Alejandro Falla, 7:6, 7:6
78. Titel, Dubai 2014 Tomas Berdych, 3:6, 6:4, 6:3.
77. Titel, Halle 2013 Michail Juschni, 6:7 (5:7), 6:3, 6:4.
76. Titel, Cincinnati 2012 Novak Djokovic, 6:0, 7:6 (9:7)
75. Titel, Wimbledon 2012 Andy Murray 4:6, 7:5, 6:3, 6:4
74. Titel, Madrid 2012 Tomas Berdych 3:6, 7:5, 7:5.
73. Titel, Indian Wells 2012 John Isner, 7:6, 6:3.
72. Titel, Dubai 2012 Andy Murray, 7:5 6:4.
71. Titel, Rotterdam 2012 Juan Martin Del Potro, 6:1, 6:4.
Federer feiert 2011 an den ATP World Tour Finals in London den 70. Titel im 100. Final Jo-Wilfried Tsonga, 6:3, 6:7, 6:3
69. Titel in Paris-Bercy Jo-Wilfried Tsonga, 6:1, 7:6
68. Titel in Basel 2011 Kei Nishikori, 6:1, 6:3
67. Titel in Doha 2011 Nikolay Davydenko, 6:3, 6:4
66. Titel an den World Tour Finals in London 2010 Rafael Nadal, 6:3, 3:6, 6:1
65. Titel in Basel 2010 Novak Djokovic, 6:4, 3:6, 6:1
64. Titel in Stockholm 2010 Florian Mayer, 6:4, 6:3
63. Titel in Cincinnati 2010 Mardy Fish, 6:7, 7:6, 6:4
62. Titel: Federer gewinnt die Australian Open 2010 Andy Murray, 6:3, 6:4, 7:6
61. Titel in Cincinnati 2009 Novak Djokovic, 6:1, 7:5
60. Titel: Wimbledon 2010 Andy Roddick, 5:7, 7:6, 7:6, 3:6, 16:14
59. Titel: Ein emotionaler Titel! Federer gewinnt 2009 endlich die French Open in Paris Robin Söderling, 6:1, 7:6, 6:4
58. Final in Madrid 2009 Rafael Nadal, 6:4, 6:4
57. Final in Basel 2008 David Nalbandian, 6:3, 6:4
56. Titel: Federer gewinnt die US Open 2008 Andy Murray, 6:2, 7:5, 6:2
55. Titel in Halle 2008 Halle. Philipp Kohlschreiber, 6:3, 6:4
54. Titel in Estoril 2008 Nikolay Davydenk0, 7:6, 1:2 (w.o.)
53. Titel in Schanghai 2007 David Ferrer, 6:2, 6:3, 6:2
52. Titel in Basel 2007 Jarkko Nieminen, 6:3, 6:4
51. Titel: US Open-Sieg 2007 Novak Djokovic, 7:6, 7:6, 6:4
50. Titel in Cincinnati 2007 James Blake, 6:1, 6:4
49. Titel: Skpektakulärer Wimbledon-Triumph 2007 Rafael Nadal, 7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2
48. Titel in Hamburg 2007 Rafael Nadal, 2:6, 6:2, 6:0
47. Titel in Dubai 2007 Mikhail Juschni, 6:4, 6:3
46. Titel: Federers Sieg an den Australian Open 2007 Fernando Gonzalez, 7:6, 6:4, 6:4
45. Titel in Schanghai 2006 James Blake, 6:0, 6:3, 6:4
44. Titel in Basel 2006 Fernando Gonzalez, 6:3, 6:2, 7:6.
43. Titel in Madrid 2006 Fernando Gonzalez, 7:5, 6:1, 6:0
42. Titel in Tokio 2006 Tim Henman, 6:3, 6:3
41. Titel: Federer gewinnt 2006 auch die US Open Andy Roddick, 6:2, 4:6, 7:5, 6:1
40. Titel in Toronto 2006 Richard Gasquet, 2:6, 6:3, 6:2
39. Titel, Federer gewinnt 2006 Wimbledon Rafael Nadal, 6:0, 7:6, 6:7, 6:3
38. Titel in Hamburg 2006 Tomas Berdych, 6:0, 6:7, 6:2
37. Titel in Miami 2006 Ivan Ljubicic, 7:6, 7:6, 7:6
36. Titel in Indian Wells 2006 James Blake, 7:5, 6:3, 6:0
35. Titel: Ein emotionaler Titel: Federer gewinnt 2006 die Australian Open Marcos Baghdatis, 5:7, 7:5, 6:0, 6:2
34. Titel in Doha 2006 Gaël Monfils, 6:3, 7:5
33. Titel in Bangkok 2005 Andy Murray, 6:3, 7:5
32. Titel: Federer gewinnt 2005 die US Open Andre Agassi, 6:3, 2:6, 7:6, 6:1
31. Titel in Cincinnati 2005 Andy Roddick, 6:3, 7:5
Federer gewinnt Wimbledon 2005, sein 30. Titel Andy Roddick, 6:2, 7:6, 6:4
29. Titel in Halle 2005 Marat Safin, 6:4, 6:7, 6:4
28. Titel in Hamburg 2005 Richard Gasquet, 6:3, 7:5, 7:6
27. Titel in Miami 2005 Rafael Nadal, 2:6, 6:7, 7:6, 6:3, 6:1
26. Titel in Indian Wells 2005 Lleyton Hewitt, 6:2, 6:4, 6:4
25. Titel in Dubai 2005 Ivan Ljubicic, 6:1, 6:7, 6:3
24. Titel in Rotterdam 2005 Ivan Ljubicic, 5:7, 7:5, 7:6
23. Titel in Doha 2005 Ivan Ljubicic, 6:3, 6:1
22. Titel in Houston 2004 Lleyton Hewitt, 6:3, 6:2
21. Titel in Bangkok 2004 Andy Roddick, 6:4, 6:0
Federer gewinnt zum ersten Mal die US Open, sein insgesamt 20. Titel Lleyton Hewitt, 6:0, 7:6, 6:0
19. Titel in Toronto 2004 Andy Roddick, 7:5, 6:3
18. Titel in Gstaad 2004 Igor Andrejev, 6:2, 6:3, 5:7, 6:3
Der zweite Wimbledon-Titel 2004: Sein insgesamt 17. Titel Andy Roddick, 4:6, 7:5, 7:6, 6:4
16. Titel in Halle 2004 Mardy Fish, 6:0, 6:3
15. Titel in Hamburg 2004 Guillermo Coria, 4:6, 6:4, 6:2, 6:3
14. Titel in Indian Wells 2004 Tim Henman, 6:3, 6:3
13. Titel in Dubai 2004 Feliciano Lopez, 4:6, 6:1, 6:2
Der erste Autralian Open-Sieg: Jahr 2004, sein 12. Titel Marat Safin, 7:6, 6:4, 6:2
11. Titel in Houston 2003 Andre Agassi, 6:3, 6:0, 6:4
10. Titel in Wien 2003 Carlos Moya, 6:3, 6:3, 6:3
Federers erster Grand Slam-Sieg: Wimbledon 2003 Mark Philippoussis, 7:6, 6:2, 7:6
8. Titel in Halle 2003 Nicolas Kiefer, 6:1, 6:3
7. Titel in München 2003 Jarkko Nieminen, 6:1, 6:4
6. Titel in Dubai 2003 Jiri Novak, 6:1, 7:6
5. Titel in Marseille 2003 Jonas Bjorkman, 6:2, 7:6
4. Titel in Wien 2002 Jiri Novak, 6:4, 6:1, 3:6, 6:4
3. Titel in Hamburg 2002 Marat Safin, 6:1, 6:3, 6:4
2. Titel in Sydney 2002 Juan Ignacio Chela, 6:3, 6:3
Roger Federers erster Titel auf der ATP-Tour, Mailand 2001 Julien Boutter, 6:4, 6:7, 6:4

103. Titel, Basel 2019 Alex de Minaur, 6:2, 6:2

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Das Ende kann schnell kommen

Agassi hofft darauf, dass Federer noch weitere Slams auf diesem Niveau spielen und auch gewinnen kann. Doch er hat am eigenen Leibe damals erfahren, wie schnell die Karriere vorbei sein kann. «Wenn das Ende kommt, dass passiert es schnell», sagt Agassi, «das ist kein schleichender Prozess. Umso mehr sollten sich die Fans an jedem Augenblick mit dieser Goldenen Generation freuen.»

Und in Melbourne haben sie dafür noch einmal die Gelegenheit, denn es werden zwei Finaltage für Tennis-Nostalgiker: Roger Federer gegen Rafael Nadal, Venus gegen Serena Williams – diese Konstellation hatte es zuletzt 2008 in Wimbledon gegeben. Doch die Generation Ü30 hat in Melbourne noch einmal die Zeit zurückgedreht.

Die besten Bilder vom Australian Open:

Rafael Nadal liegt nach fünf Stunden Tennis am Boden. Die Mühe hat sich aber gelohnt. Der Spanier steht im Final.
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Das Final heisst: Roger Federer vs. Rafael Nadal.
Der Bulgare Grigor Dimitrov scheidet aus dem Halbfinal der Australian Open aus.
Ein enttäuschter Stan Wawrinka gratuliert Federer zum Sieg.
Roger Federer gewinnt das Duell gegen Stan Wawrinka und zieht in das Final der Australian Open ein.
Nach Venus Williams qualifiziert sich auch ihre Schwester Serena (im Bild) für das Halbfinal der Australian Open und macht somit das Schwesternduell perfekt.
Rafael Nadal kann es selber noch nicht fassen: Der 30-jähriger Spanier steht im Halbfinal der Australian Open.
Das Tippen mit dem Zeigefinger an die Schläfte ist eine typische Pose Wawrinkas: «Es spielt sich alles im Kopf ab.»
Federer zeigt in der Partie gegen den Deutschen Mischa Zverev Entschlossenheit.
Was sieht er dort? Der 29-jährige Zverev nach der Niederlage gegen Federer.
Einmal rundherum: Federer und sein Schläger.
Nein, es gereicht: Rafael Nadal ist im Viertefinal der Australian Open.
Achtung verdrehter Fuss: Nadals Gegner Gael Monfils ist äusserst beweglich.
Nadal ist zurück: Der verletzungsgeplagte Spanier jubelt, als hätte er das Turnier schon gewonnen.
Auch Federer jubelt ausgelassen nach seinem Sieg über Kei Nishikori.
Nishikori wirft das Handtuch: Der Japaner unterliegt Federer nach fünf Sätzen.
Ein Heiligenschein?
Sie hat die Haare schön: Serena Williams steht im Viertelfinal des Australian Opens.
Andy Murray zeigt die Zähne. Der Brite scheidet gegen den Deutschen Alexander Zverev aus.
Der hohe Materialverschliess von Zverev hat sich gelohnt.
Die Weltranglistenerste Angelique Kerber verliert gegen die Amerikanerin Coco Vandeweghe.
Stan Wawrinka im Match gegen Andreas Seppi.
Tennischläger-Verpackung mit Ansage.
Die Balljungen- und Mädchen trocknen mit vereinten Kräften den Tennisplatz.
Trotz grossem Kampf musste Timea Bacsinszky sich der Australierin Daria Gavrilova mit 6:3, 5:7, 6:4 geschlagen geben.
Milos Raonic während der Partie in der 3. Runde gegen Gilles Simon, die er mit 6:2, 7:6, 3:6, 6:3 gewinnen konnte.
Blick über die Sportanlage bei Sonnenuntergang.
Schattenspiel in Melbourne.
Roger Federer schlägt auf.
Von Federers Verletzung ist nichts mehr zu spüren.
Roger Federer am Return.
Der Maestro spürt den Erwartungsdruck in Melbourne.
Denis Istomins lässt seinen Emotionen freien Lauf nach dem überraschenden Sieg gegen Novak Djokovic.
Auf der anderen Seite des Gefühlsspekrtums: Der gescheiterte Favorit Djokovic.
Hohe Körperspannung: Stan Wawrinka gibt vollen Einsatz.
Wawrinkas Schatten.
«Stan the man» ist hochkonzentriert.
Sogar Ritter gibt es in Melbourne: Zwei Briten unterstützen Andy Murray.
Timea Bacsinszky freut sich über den Punktgewinn.
Belinda Bencic streckt sich, um Serena Williams Schlag zu erwischen.
Stefanie Vögele fixiert den Ball.
Viktorija Golubic schlägt auf.

Rafael Nadal liegt nach fünf Stunden Tennis am Boden. Die Mühe hat sich aber gelohnt. Der Spanier steht im Final.

Keystone

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