Sie haben Lust, an die nordische Ski-WM in Seefeld zu fahren? Überqueren Sie bei Feldkirch die Grenze. Passieren Sie Schliers, Bürs und Bings. Lorüns und Dalaas. Fahren Sie bei Rauz durch den Arlbergtunnel. Lassen Sie Schnann und Grins hinter sich. Zams, Saurs und Mils sind nicht weit, und wenn Sie Roppen einmal passiert haben, ists nicht mehr weit.

Nach Silz, Mötz und Stams, bei Sagl, gehts rauf nach Mösern. Nehmen Sie aber besser den Weg über Zirl. Dreht Ihnen dann der Kopf vor lauter Grins und Roppen, werden Sie froh sein, in Seefeld angekommen zu sein. Nach dem wilden Flur- und Dorfnamen-Ritt fühlt sich der Name «Seefeld» wahrhaftig poetisch an.

Spazieren Sie dann durch die Fussgängerzone, wo alles beflaggt und auf Ski-WM getrimmt ist. Kehren Sie im Casino ein, das zu einer «Norweger Hütte» umgestaltet wurde. Bestaunen Sie die Hotels, in denen Sie logieren würden, hätten Sie schon vor einem Jahr zu sparen begonnen. Geniessen Sie den Blick auf die Bergwelt, auf die Sprungschanzen, den Seefelder Skihügel Gschwandtkopf. Atmen Sie das internationale Flair ein, welches eine solche WM schon vor den ersten Starts verströmt.

Die wirren Buchstabenkombinationen der Hinfahrt haben Sie längst wieder vergessen – bis Sie in Ihrer Pension an der Rezeption stehen und Ihren Namen nennen. Die Dame fragt zweimal nach, notiert. Und ihr Blick sagt: «Na, do hobn’s aber einen seltsomen Nomen!»