Henri Laaksonen: Der glückliche Verlierer misst sich mit Djokovic

Wie nahe Glück und Pech beieinanderliegen, erfuhr Henri Laaksonen in Paris. Der 27-Jährige scheiterte am Freitag in der letzten Runde der Qualifikation. Doch weil ein Spieler sich im letzten Moment zurückzog, rückte er ins Hauptfeld auf, wo sich der Schweiz-Finne mit 6:1, 6:0, 7:6 gegen den Spanier Pedro Martinez durchsetzte. Der Lohn ist ein Duell mit Novak Djokovic. Der Serbe gewann zuletzt Wimbledon, die US und die Australian Open. «Jeder weiss, dass er der bessere Spieler ist», sagt Laaksonen. Der Erfolg bringt ihm 87 000 Euro Preisgeld ein.

Serena Williams: Vom Rollstuhl im Disney Land zum Auftaktsieg

Als die Konkurrenz vor drei Wochen in Madrid auf spielte, flanierte Serena William, 37, im Couture-Kleid auf dem roten Teppich bei der Met Gala in New York. Danach machte sie einen Abstecher nach England, durfte als eine der wenigen Auserwählten Baby Archie, das Kind von Herzogin Meghan und Prinz Harry, besuchen. Von dort fuhr sie nach Paris - doch dort wäre der erste Akt ihrer Selbstinszenierung im bauchfreien Grafiti-
Style-Outfit beinahe daneben gegangen: Mit Mühe gewann sie gegen die Russin Witalia Diatschenko mit 2:6, 6:1 und 6:0.

Rafael Nadal: Elffacher Sieger startet vor leeren Rängen ins Turnier

Weil das erste Spiel von Rafael Nadal um die Mittagszeit beginnt, ist der Court Philippe Chatrier zu Beginn nicht einmal zur Hälfte gefüllt. Sie verpassen, wie der 32-jährige, elffacher Sieger, im ersten Game vier Breakchancen abwehrt, sich gegen den Deutschen Qualifikanten Yannick Hanfmann aber wie erwartet deutlich 6:2, 6:1, 6:3 durchsetzt. Als er den Matchball verwertet, ist auch das Stadion gut gefüllt. Nadals nächster Gegner ist mit Yannick Maden (ATP 114) erneut ein Qualifikant aus Deutschland. Wie bereitet sich Nadal vor? «Mit Videos von Youtube.»

Petra Kvitova: Riss im Unterarm beendet den Traum vom Märchen

Vor zwei Jahren spielte Petra Kvitova in Roland Garros das erste Turnier ihrer zweiten Karriere. Ein Einbrecher hatte die Tschechin Ende 2016 mit einem Messer schwer an der Hand verletzt. Es hätte sie fast die Karriere gekostet - wenn nicht gar das Leben. Doch Kvitova kämpfte sich zurück, stand in Melbourne im Final. Zu gerne wollte sie auch in Paris brillieren. «Doch leider habe ich mir einen Muskel im linken Unterarm angerissen», sagte die Linkshänderin. Sie hofft, dass die Verletzung in drei Wochen ausgeheilt und sie in Wimbledon wieder fit ist.

Caroline Wozniacki: Favoritensterben bei den Frauen geht weiter

Im Tableau der Frauen schied nach Angelique Kerber und Venus Williams eine weitere ehemalige Weltranglisten-Erste in der 1. Runde aus. Caroline Wozniacki (WTA 13) scheiterte an der Russin Veronika Kudermetowa (WTA 68) 6:0, 3:6, 3:6. Wegen einer erst gerade überstandenen Oberschenkelverletzung ging die Dänin mit Handicap ins Turnier. Kudermetowa, eine von 26 French-Open-Debütantinnen im Haupttableau, machte Wozniacki zudem mit offensivem Tennis das Leben schwer. Der 22-Jährigen gelangen 40 Winner.