Nach 1:39 Stunden verwertete Federer in der Night-Session in der Rod Laver Arena seinen dritten Matchball und zog zum 19. Mal in Folge in Melbourne in die 2. Runde ein, womit er einen seiner unzähligen Rekord weiter ausbaute.

In seinem 101. Spiel am Ufer des Yarra Rivers schaffte Federer in allen drei Sätzen jeweils früh mit einem Break die Differenz, die wenigen heiklen Situationen bei eigenem Aufschlag entschärfte er mit Bravour. Die einzigen beiden Breakchancen Bedenes, der Grossbritannien den Rücken kehrte und wieder für sein Geburtsland Slowenien startet, wehrte Federer im zweiten Durchgang ab. Am Ende standen für die Nummer 2 der Welt 41 Winner zu Buche, zwölf davon waren Asse.

Aufgrund der Einseitigkeit der Partie drehten sie die Fragen von John McEnroe beim Platzinterview weniger um das Spiel, sondern um die Fitness, die Schnelligkeit und Explosivität des 36-Jährigen sowie um das letzte Jahr, als er in Melbourne sein Comeback im Final gegen Rafael Nadal mit dem 18. Grand-Slam-Titel krönte.

Die Frage, ob er die Erfolge der letzten Saison noch einmal wiederholen könne, liess Federer offen. "Wir werden sehen." 2017 sei wie im Märchen gewesen. "Es ist womöglich das Lieblingsjahr meiner Karriere", so der Schweizer, der auch noch ein paar Fragen vom amerikanischen Schauspielers Will Ferrell gestellt bekam.

In der 2. Runde trifft Federer am Donnerstag auf den Deutschen Jan-Lennard Struff (ATP 55). Das einzige Aufeinandertreffen zwischen den beiden entschied Federer 2016 in Halle in zwei Sätzen für sich.