Nach Sieg in Indian Wells

Roger Federer: «Ich bin enttäuscht, dass Nadal nicht hier ist»

Roger Federer steht in Indian Wells in der dritten Runde.

Roger Federer steht in Indian Wells in der dritten Runde.

Nach abgewehrtem Satzball im zweiten Durchgang besiegt Roger Federer in Indian Wells den Argentinier Federico Delbonis mit 6:3, 7:6 (8:6). Ihm fehlen noch drei Siege, um die Führung in der Weltrangliste vor Rafael Nadal zu behaupten.

Es gibt nicht viele, die von sich behaupten können, gegen Roger Federer eine positive Bilanz vorzuweisen. Bis gestern gehörte der argentinische Linkshänder Federico Delbonis (27, ATP 67) dazu. Er hatte das einzige Duell im Sommer 2013 in Hamburg auf Sand gewonnen, als Federer mit chronischen Rückenschmerzen zu kämpfen hatte. In Indian Wells holte er im Tiebreak des zweiten Satzes einen 2:5-Rückstand auf und kam zu einem Satzball. Doch Federer setzte sich mit 6:3, 7:6 (8:6) durch und feiert im 13. Spiel des Jahres den 13. Sieg. 

Federer trifft in der dritten Runde erstmals auf den Serben Filip Krajinovic (26, ATP 28). Erreicht er in Indian Wells, wo er mit fünf Siegen ex aequo mit Novak Djokovic Rekordsieger ist, die Halbfinals, verteidigt er auch die Führung in der Weltrangliste vor dem abwesenden Rafael Nadal. Federer sagt: «Ich bin enttäuscht, dass er der verletzt und nicht hier ist. Er hatte ein grossartiges Jahr und verdiente es, an der Spitze zu stehen.» Federer hatte Nadal mit seinem Turniersieg in Rotterdam Ende Februar von der Spitze verdrängt. 

Rafael Nadal fehlt seit Mitte Januar wegen einer Verletzung am rechten Hüftbeuger.

Rafael Nadal fehlt seit Mitte Januar wegen einer Verletzung am rechten Hüftbeuger.

Federers Hauptmotivation sind Titel

Nadal hatte Mitte Januar in den Viertelfinals der Australian Open wegen einer Verletzung am rechten Hüftbeuger aufgeben müssen. Seither pausiert er. Vorgesehen ist, dass er Mitte April beim Sandturnier in Monte Carlo in den Tennis-Zirkus zurückkehrt. Offenbar handelt es sich um ein muskuläres Problem, wie Angel Ruiz-Cotorro, der Vertrauensarzt des Mallorquiners in der letzten Woche in spanischen Medien sagte. Schon die Saisonvorbereitung war nicht nach Wunsch verlaufen, Nadal musste wegen Kniebeschwerden für längere Zeit pausieren.

Trotzdem ist gut möglich, dass er Mitte April als Nummer eins der Welt zurückkehrt. Federer hatte im Vorjahr auch in Miami triumphiert (mit einem Finalsieg gegen Nadal), wodurch ihm weitere 1000 Punkte aus der Wertung fallen. Doch die Nummer eins, sagte Federer, sei nicht sein Antrieb. «Meine Hauptmotivation ist es, Titel zu verteidigen. Ich war schon die Nummer eins. Wenn ich sie verliere, ist das kein Problem für mich. Ich weiss, dass ich sie früher oder später ohnehin verlieren werde», sagt Federer. Ob an Nadal oder sonst jemanden.

Indian Wells: Roger Federer vs. Federico Delbonis

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