Zion Williamson ist im US-Basketball «the next big thing to come». Der 18-jährige Power Forward der Duke University skort in seiner ersten College-Saison im Schnitt 21,6 Punkte, holt 8,8 Rebounds runter und kommt auf je 2,2 Assists und Steals.

Längst gilt das 2,01-Meter-Kraftpaket als nächster LeBron James und natürlich ist Williamson auch der Topfavorit auf den Nummer-1-Pick im NBA-Draft 2019 im Juni.

Mit solchen Blocks spielt sich Williamson in die Herzen der Fans.

Doch nun erlitt seine steile Karriere einen ersten Dämpfer: Im prestigeträchtigen Duell gegen die nur acht Kilometer entfernte University of North Carolina waren gerade mal 36 Sekunden gespielt, als sich Williamson am Knie verletzte. Sein Nike-Schuh hielt einer schnellen Drehung des 130-Kilo-Kolosses nicht stand und zerbarst, der Duke-Supersar verstauchte sich dabei gemäss einer ersten Diagnose das Knie.

Sein Schuh «explodiert» und Williamson verletzt sich.

«Ich glaube, dass jeder seinen exakten Status wissen will, aber wir haben keinen genauen Zeitplan», erklärte Trainer Mike Krzyzewski. «Aber alle vorläufigen Berichte, die wir zu Zions Verletzung haben, sind optimistisch.» Wie lange Williamson ausfallen wird, ist aber weiterhin ungewiss.

Für die Duke Blue Devils kommt die Verletzung von Williamson zur Unzeit. Mitte März beginnt die «March Madness», das Finalturnier der NCAA. Doch Williamsons Rückkehr soll nicht forciert werden. «Wir wollen sicherstellen, dass er bei seinem Comeback wirklich bei 100 Prozent ist», stellte der Cheftrainer klar.

Viele Prominente wünschten dem Basketball-Talent auf Twitter eine schnelle Genesung, darunter auch LeBron James und der ehemalige US-Präsident Barack Obama, der sich das Spiel im Stadion anschaute. Ein Video zeigt ihn, wie der verdutzt auf den Tatort weist: «Der Schuh ist gebrochen!»

Obama sieht: «Der Schuh ist gebrochen!»

Nike-Aktie fällt in den Keller

Viel schlimmer als für Williamson könnte der Vorfall für Sportartikelhersteller Nike werden. «Wir sind natürlich besorgt und wünschen Zion schnelle Besserung», hiess es in einem ersten Statement. Seit mehr als 25 Jahren besitzt man mit der Duke University einen Ausrüstervertrag, ausserdem verfolgte die halbe Nation die Szene vor dem TV-Bildschirm, das prestigeträchtige Duell der beiden College-Erzrivalen wurde landesweit übertragen.

Dass Williamsons «Nike PG 2.5 S» bei dem schnellen Abstoppen förmlich explodierte, machte sofort viele Anleger nervös. Der Aktienkurs von Nike fiel zwischenzeitlich um 2,2 Prozent, hat sich mittlerweile aber wieder ein bisschen erholt. Das PR-Destater ist aber perfekt!

Die Konkurrenz reagierte mit viel Häme: «In Pumas wäre das nicht passiert», twitterte etwa der Ausrüster mit dem Raubkatzen-Logo, der die Kurznachricht mittlerweile aber wieder gelöscht hat.

Der gelöschte Puma-Tweet

Der gelöschte Puma-Tweet

Nike versucht unterdessen den Schaden in Grenzen zu halten und äuserte sich in der «Washington Post» folgendermassen: «Die Qualität und Funktionalität unserer Produkte geniessen höchste Priorität. Da es sich um einen Einzelfall handelt, arbeiten wir daran, das Problem zu identifizieren.»

Die Auswirkungen werden immens sein, prognostizieren Experten in den USA. Nike war Favorit für den neuen Schuhvertrag mit Williamson, der einer der grössten Ausrüsterdeals in der Geschichte des Basketballs werden sollte. Ein Mitarbeiter der Schuhfirma liess sich gemäss der «Welt» unlängst mit den Worten zitieren: «Die Bosse interessiert nichts anderes als Zion. Es gibt für sie kein Silber. Zion ist Gold.»