Wikons Korbballer bezwingen die Unbesiegbaren

Wikon hat sich Kampf um den Innerschweizer Hallenmeister eine gute Ausgangslage geschaffen. Dank des 9:3-Sieges im Spitzenkampf binden die Wiggertaler den Serienmeister Neuenkirch zurück.

Ruedi Vollenwyder
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Der Wikoner David Lang (am Ball) beschäftigt vier Neuenkircher. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 15. Dezember 2018))

Der Wikoner David Lang (am Ball) beschäftigt vier Neuenkircher. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 15. Dezember 2018))

Wenn man in den letztenJahren von der KR Neuenkirch redete, dann wurden wie Schlagworte Übermannschaft, One-Team-Show, die Unbezwingbaren in den Mund genommen. Doch auf diese Hallensaison hin scheint es um die Vorherrschaft der Neuenkircher geschehen zu sein. Das zuvor hervorragende spielerische Räderwerk geriet arg ins Stottern. Der erste Dämpfer: Das frühe Out im Schweizer Hallen-Cup. Neuenkirch musstem im 1/16-Final eine bittere 17:18-Niederlage – nach einer 8:4-Halbzeitführung – gegen den ewigen Rivalen KTV Menznau hinnehmen.

Der zweite Dämpfer: Nach der Vorrunde liegen die Neuenkircher, obwohl die Revanche mit einem 9:6-Sieg gegen Menznau eindrücklich gelang, hinter dem verlustpunktlosen Wikon und dem Cupgegner nur auf Rang drei. Sechs Zähler hinter dem Leader. Es bahnt sich eine Wachablösung an. Im Spitzenkampf gegen Wikon gab es eine kräftige Schelte für das Team um Captain Samuel Schaller. 3:9 musste Neuenkirch geschlagen vom Feld. Sven Cremer leicht genervt: «Drei Jahre lang haben wir in der Halle nicht mehr verloren. Dieses erste Mal tut weh.»

Den Grund für das bisher magere Abschneiden der Neuenkircher mit je vier Siegen und Unentschieden sowie einer Niederlage sieht Captain Samuel Schaller beim grossen Umbruch im Team. «Einige Spieler, die bisher unserem Team den Stempel aufdrückten, traten zurück. Wir verloren damit viel an Qualität. Der Rest muss sich zuerst wieder finden.» Mit der Punkteausbeute ist der 25-jährige Penaltyspezialist gar nicht zufrieden. «Die vier Unentschieden nerven gewaltig. In diesen Partien haben wir uns eine bessere Ausgangslage verbaut.» Er prophezeit: «Uns darf man aber noch nicht abschreiben. Wir kommen in der Rückrunde nochmals zurück.»

Wikon übersteht Vorrunde ohne Punktverlust

Beim STV Wikon war die Stimmung nach dem Sieg euphorisch. Andrin Betschart (30), der drei Körbe zum 9:3-Sieg warf, meinte entspannt: «Ein schönes Gefühl. Wir wussten, dass wir jeden Gegner schlagen können. Aber dass wir die Vorrunde ohne Punktverlust überstehen, das habe ich nicht erwartet.» Auch Trainer Franz Vogel strahlte: «Mein Team spielte eine starke Vorrunde. Jetzt müssen wir die Chance auf den Meistertitel noch packen.» Es wäre der erste in der Vereinsgeschichte. Die NLB-Sommermeisterschaft beendete Wikon auf Rang 5.

Luzern (Alpenquai). Innerschweizer Wintermeisterschaft, 3. Runde. Männer, 1. Liga: Ruswil – Willisau 8:6. Buochs – Schwyz 6:10. Wolhusen – Boswil 5:4. Neuenkirch – Wikon 3:9. Menznau – Bözberg 9:5. Buochs – Ruswil 6:6. Willisau – Wolhusen 3:3. Wikon – Boswil 11:5. Schwyz – Menznau 5:8. Bözberg – Neuenkirch 4:4. Wolhusen – Buochs 6:6. Wikon – Willisau 8:2. Menznau – Ruswil 11:3. Bözberg – Schwyz 4:3. Boswil – Neuenkirch 4:4.

Rangliste (alle 9 Spiele): 1. Wikon 18 Punkte. 2. Menznau 14. 3. Neuenkirch 12. 4. Bözberg BE 11. 5. Ruswil 9. 6. Willisau 7. 7. Boswil AG 6. 8. Schwyz 5. 9. Wolhusen 5. 10. Buochs 3.