Uris Rollhockeyaner verlieren gegen ein effizientes Wimmis

Die Rollhockeyaner des RHC Uri kommen weiterhin nicht vom Fleck: 4:7-Niederlage.

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Uri-Goalie Marc Blöchlinger gab sein Saisondebüt. Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 2. November 2018)

Uri-Goalie Marc Blöchlinger gab sein Saisondebüt. Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 2. November 2018)

Im so wichtigen Auswärtsspiel beim RHC Wimmis legten die Urner einen klassischen Kaltstart hin. Bereits nach etwas mehr als drei Minuten musste Uri-Torhüter Marc Blöchlinger, der sein Saisondebüt feierte, nach einem Penalty ein erstes Mal hinter sich greifen. In der Folge wurde der 19- Jährige Altdorfer von seinen Teamkollegen das ein oder andere Mal im Stich gelassen. Dies gab ihm die Möglichkeit, sich mit spektakulären Paraden auszuzeichnen.

Die Urner präsentierten sich in dieser Anfangsphase nicht auf der Höhe ihres Leistungsvermögens. In der Offensive gaben sie die Bälle zu leicht her, was den Berner Oberländern gefährliche Kontermöglichkeiten eröffnete. Folgerichtig erhöhten die Wimmiser in der 15. und 17. Minute den Spielstand auf 3:0. Dabei zeigten sie sich im Abschluss sehr abgebrüht und effizient. Uri-Trainer Carlos Sturla versuchte sein Team mit einem Torhüterwechsel aufzuwecken. Blöchlinger, den an den Gegentoren kein Verschulden traf, musste Ricardo Figueiredo weichen. Der Portugiese in Diensten der Urner sah sich gleich einem Penalty gegenüber und musste diesen passieren lassen. Zu diesem Zeitpunkt drohte eine Urner Kanterniederlage. Diesem Schicksal wollten sich die Urner dann doch nicht fügen. Sie bäumten sich auf. Plötzlich lief der Ball flüssiger durch die Angriffsreihen. Schliesslich war es Felipe Sturla der mit einem Schuss aus der Halbdistanz das erste Urner Tor erzielte.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Der Zwischenerfolg gab den Urnern sichtlich Auftrieb. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel traf André da Costa mit einem herrlichen Treffer in die rechte hohe Ecke. Als Michael Gerig eine Minute später einen Konter mustergültig zum 3:4 abschloss, waren die Urner wieder vollends im Spiel. Es entwickelte sich nun eine spannende Partie mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Dabei behielten die Berner Oberländer das bessere Ende für sich. Zuerst traf Kevin Gmür in der 35. Minute nach einer Einzelaktion zum 5:3. Als Gael Jimenez in der 43. Minute aus dem Getümmel heraus zum 6:3 traf, wurde die Aufgabe für die Urner gar noch schwieriger. Und nach dem 3:7 in der 46. Minute war das Spiel endgültig gelaufen. Dem Urner Team ist zugute zu halten, dass es Charakter zeigte und bis zum Ende nicht aufgab. Michael Gerig belohnte seine Farben in der 46. Minute mit dem Ehrentreffer zum 4:7-Endstand.

Uri-Trainer Felipe Sturla war nach dem Spiel enttäuscht: «Das habe ich mir definitiv anders vorgestellt. Wimmis hat unsere Fehler eiskalt bestraft und das Spiel verdient gewonnen. Wir fanden einfach keine geeigneten Mittel.»

Für die Urner geht es in zwei Wochen mit dem Auswärtsspiel in Uttigen weiter. Verlieren die Urner dort, stünden sie am Tabellenende. (ji)

Rollhockey. NLA: Wimmis – Uri 7:4. Uttigen – Diessbach 4:6.

Wimmis – Uri 7:4 (4:1)
Rollhockeyhalle Wimmis. – 200 Zuschauer. – Uri: Marc Blöchlinger, Ricardo Figueiredo; Manuel Gisler, Tim Aschwanden, André Da Costa (1), Felipe Sturla (1), Michael Gerig (2), Jannis Fussen, Nicola Imhof, Adrian Briker.

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