Der Engelberger Stefan Matter peilt den Sieg im Gesamtweltcup an

Auch in der kommenden Telemark-Weltcup-Saison wollen zwei Unterwaldner an der Spitze mitmischen.

Theres Bühlmann
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Die Schweizer Telemark-Fahrer heizten letzte Saison der Konkurrenz ein. Sie holten sich neben Siegen und Podestplätzen auch zum vierten Mal in Folge die Weltcup-Nationenwertung. Zum Erfolg trugen auch die Stanserin Beatrice Zimmermann (29) und der Engelberger Stefan Matter (32) bei. Der Obwaldner holte sich unter anderem den Weltmeistertitel in der Disziplin Sprint und war Mitglied der erfolgreichen Equipe, welche sich den WM-Titel im Team-Parallel-Sprint holte. Zudem sicherte sich Matter zum zweiten Mal nach 2018 die Disziplinenwertung in der Classic und klassierte sich im Gesamtweltcup auf Platz 2, lediglich 17 Punkte hinter dem Norweger Trym Nygaard Loeken.

Matter verbrachte im letzten Sommer zwei Monate in Australien, arbeitete im Wintersportgebiet Perisher im Ski- und Snowboard-Service, und konnte dort auch auf Schnee trainieren. Die Form stimmt, der Engelberger gewann zum Saisonauftakt anfangs Januar zwei FIS-Rennen in der Kategorie Sprint. Gut gerüstet und optimistisch blickt er der Weltcup-Saison entgegen, die am 24./25. Januar im französischen Pralognan-La-Vanoise lanciert wird. Seine Zielsetzung ist klar: «Ich möchte den Gesamtweltcup gewinnen, dieser fehlt noch auf meiner Liste.»

Für Beatrice Zimmermann, die den Beruf einer Gesundheits- und Bewegungsspezialistin mit eidgenössischem Fachausweis ausübt, begann diese Saison mit je einem vierten Platz an den FIS-Rennen. Die Stanserin erlitt Ende Januar 2019 bei einem Sturz in Pra Loup (FRA) eine Gehirnerschütterung, musste eine einmonatige Pause einlegen und klassierte sich im Weltcup-Gesamtklassement auf dem 5. Platz. Vor diesem Sturz stand sie mehrmals in verschiedenen Disziplinen auf dem Podest, dreimal reichte es zu einem zweiten Platz und einmal resultierte Rang 3. «Ich möchte wieder an diese Erfolge anknüpfen», blickt sie dem Saisonauftakt entgegen. «Und ich will noch einen draufsetzen und eine Kristallkugel gewinnen.» Diesem Ziel war sie in ihrer Karriere oft nahe und belegte in Disziplinen-Schlussklassements mehrere Podestränge. Auch im Gesamtweltcup resultierten 2017 und 2018 mit Rang 3 Spitzenplätze. Ihr reichhaltiges Palmares ziert auch eine WM-Bronzemedaille im Parallel-Sprint im Jahre 2017. Eine Klasse für sich war in der letzten Saison ganz klar die Walliserin Amélie Wenger-Reymond, die mehrfache Weltmeisterin und Gewinnerin des Gesamtweltcups. Mit ihren Siegen in den beiden FIS-Rennen deutete sie an, dass wieder mit ihr zu rechnen ist.

Schweizer Meisterschaften auf der Melchsee-Frutt

Der Weltcup-Zirkus macht in diesem Jahr auch in der Schweiz halt: Am 15./16. März gastiert er in Mürren und anschliessend vom 19. bis 21. März wird der Weltcup-Final in Thyon ausgetragen. Auch die Zentralschweiz kommt wieder einmal in den Genuss eines Anlasses in dieser Sportart: Vom 6. bis 8. März werden die Schweizer Meisterschaften auf der Melchsee-Frutt ausgetragen.

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