Stabhochspringer Marco Jost befindet sich am Quer durch Zug auf Abwegen

Die Zuger Altstadt stand am vergangenen Samstag im Fokus der Staffelläufer. Das traditionelle Quer durch Zug ist Jahr für Jahr ein Fixpunkt im Wettkampfkalender des Stabhochspringers Marco Jost.

Stefanie Barmet
Drucken
Teilen
Stabhochspringer Marco Jost (vorne). Bild: Hanspeter Roos (Zug, 6. April 2019)

Stabhochspringer Marco Jost (vorne). Bild: Hanspeter Roos (Zug, 6. April 2019)

304 Teams, bestehend aus fünf oder sechs Startenden, nahmen am 77. Quer durch Zug vom vergangenen Samstag teil und absolvierten dabei Streckenlängen von 890 bis 2260 Metern. Besonders stark präsentierten sich – wie bereits in den Vorjahren – die Equipen des LK Zug. Bei den Frauen und Juniorinnen mussten sich die Zuger zwar knapp dem jungen Team der LG Unterwalden geschlagen geben, in der Mixed-Kategorie waren die Zuger hingegen einmal mehr eine Klasse für sich. Mit über fünf Sekunden Vorsprung siegte das Sextett, dem unter anderem Géraldine Frey, Silke Lemmens und der kürzlich zurückgetretene Hürdenspezialist Tobias Furer angehörten, mit Streckenrekord.

Auf der Sprintstrecke der Männer lief der LK Zug hinter dem TV Unterstrass auf Rang zwei. Die Mittelstreckendistanz dominierten die Männer der LG Unterwalden. Nicht um den Sieg in der Kategorie Mixed mitreden konnte der LC Emmenstrand. Mit Rang zehn gelang dem Sextett dennoch ein ansprechendes Resultat. «Betrachtet man den Trainingsaufwand des ganzen Teams, das aus vielen ehemaligen Leichtathleten besteht, die seit längerem keine Bahnwettkämpfe mehr bestreiten, haben wir das Maximum herausgeholt», analysiert Marco Jost. Der Stabhochsprungspezialist nahm die längste Strecke von 410 Metern in Angriff. «Am Quer durch Zug steht der Spass und das Gesellschaftliche im Vordergrund. Dennoch ist es ein Wettkampf und man will sein Bestes geben. Im Winter mache ich Sprints bis zu 200 Meter, weshalb ich nicht völlig unvorbereitet war. Es lief mir erstaunlich gut, die letzten 20, 30 Meter wurden aber schon hart.»

Quer durch Zug – die Bilder:

Der Staffellauf in Zug gehört seit Beginn seiner Leichtathletikkarriere fix in die Saisonplanung und bildet zugleich den Startschuss in die Freiluftsaison. Nach dem Lauf wird mit dem Team gemeinsam gegessen – ein weiterer Grund, weshalb der Wettkampf im LC Emmenstrand Tradition hat. «Das Quer ist ein extrem cooler Anlass. Ein Staffellauf in der Altstadt mit so kurzen Distanzen ist nichts Alltägliches. Ich habe nur gute Erinnerungen an diesen speziellen Wettkampf.» Die Anspannung sei dabei eine andere als bei einem Stabhochsprungwettkampf.

Zwei Trainings in der Woche in Magglingen

«Solche Staffelwettkämpfe sind eine schöne Abwechslung. Dabei stelle ich weniger hohe Erwartungen an mich als beim Stabhochsprung. Dort weiss ich, was möglich ist.» In seiner Hauptdisziplin soll es im Sommer hoch hinausgehen. Dafür trainiert Marco Jost an sechs Tagen. Zweimal pro Woche reist er nach Magglingen, wo er unter anderem intensiv an der Technik feilt. «Im Winter bin ich bewusst mit kürzerem Anlauf gesprungen, um so das technische Niveau Stück für Stück zu verbessern. Nun gilt es, die erzielten Fortschritte auch bei längerem Anlauf umzusetzen. Passt alles zusammen, sollte ich deutlich höher springen als im Vorjahr», so der 24-Jährige.

Ziel ist es, regelmässig über 5 Meter zu springen und die Höhe von 5,20 Metern anzugreifen. An den Schweizer Meisterschaften in Basel von Ende August möchte der gelernte Zimmermann und diplomierte Holztechniker HF, der in einem 80-Prozent-Pensum arbeitet, vorne mitmischen.

Quer durch Zug. Männer. Mittelstreckler (2260 m): 1. LG Unterwalden 5:06,84. 2. TSV Rotkreuz 5:12,36. – Sprinter (1700 m): 1. TV Unterstrass 3:36,02. 2. LK Zug 3:39,00. 6. LC Luzern 3:44,12. – Mixed (Männer/Frauen/1700 m): 1. LK Zug 3:41,23. 3. LG Nordstar Luzern 3:49,78. 5. TV Inwil 3:56,38. – Masters (M/W30/1140 m): 1. Hochwacht Zug 2:32,10. 2. STV Lachen 2:37,51. 3. TSV Rotkreuz 2:38,31. – Männer U18 (1140 m): 1. LC Zürich 2:25,15. 2. LG Unterwalden 2:26,82. 3. TSV Galgenen 2:30,51. 4. LK Zug 2:32,84. – Männer U16 (890 m): 1. LK Zug 1:58,30. 3. LC Luzern 2:00,27. 6. STV Einsiedeln 2:06,44. – Männer U14 (890 m): 1. LC Zürich 2:10,51. 2. TV Inwil 2:13,32. 4. International School of Zug 2:14,39. 5. TSV Galgenen 2:15,29. 6. LG Unterwalden 2:15,39. Frauen/Juniorinnen (1140 m): 1. LG Unterwalden 2:37,37. 2. LK Zug 2:38,28. 5. TSV Rothenburg 2:42,76. 6. TV Brunnen 2:47,45. – Frauen U18 (1140 m): 1. TV Unterstrass 2:42,68. 3. TV Inwil 2:48,04. 5. TV Cham 2:53,68. – Frauen U16 (890 m): 1. LC Zürich 2:03,46..2. Hochwacht Zug 2:04,50. 3. LG Unterwalden 2:05,42. 4. TV Brunnen 2:08,11. – Frauen U14 (890 m): 1. LG Unterwalden 2:10,57. 2. LV Horw 2:12,10. 4. LK Zug 2:13,92. Alle Resultate unter: www.stvzug.ch

Aktuelle Nachrichten