Fussball
Schattdorfs gelungene Premiere

Aufsteiger Schattdorf bezwingt im 2.-Liga-inter-Duell Perlen-Buchrain 1:0. Der Treffer fällt vier Minuten vor Ende der Partie.

Urs Hanhart
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Der Perler Joel Wagner (links) klärt gegen Schattdorfs Ramon Scheiber.

Der Perler Joel Wagner (links) klärt gegen Schattdorfs Ramon Scheiber.

In der vergangenen Saison hatte der FC Schattdorf überraschend erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung in die 2. Liga inter geschafft. Am Samstag kam es nun im heimischen Stadion Grüner Wald bei drückender Hitze mit Temperaturen um 30 Grad zur Feuertaufe, die der Neuling mit Bravour bestehen konnte. Der 1:0-Heimerfolg gegen den FC Perlen-Buchrain war auch für den neu verpflichteten Trainer Gabriel Gabriel ein Einstand nach Mass. Trotzdem verfiel er keineswegs in allzu grosse Euphorie und blieb betont auf dem Boden. Sein Fazit nach dem Schlusspfiff:

«Resultatmässig dürfen wir sicher zufrieden sein. Als Mannschaft sind wir kompakt aufgetreten. Aber die Fehlpassquote müssen wir unbedingt minimieren und in der Offensive häufiger den Abschluss suchen. Überhaupt gilt es, das eine oder andere noch zu verbessern.»

Der Einstieg in die erste Saison auf interregionaler Ebene verlief für die Urner etwas harzig. Zunächst bestimmten die zum Teil mit schönen Ballstafetten aufwartenden Gäste das Geschehen. Die erste Torchance ging denn auch auf deren Kappe. In der 19. Minute tankte sich Stefan Budmiger auf der linken Seite durch. Sein Querpass wurde vom mitgelaufenen Sturmkollegen in aussichtsreicher Position nur um Haaresbreite verpasst. Vier Minuten später kam es zu einer fast identischen Szene, wobei Sandro Stampfli für den geschlagenen Keeper Livio Mahrow in höchster Not vor der Torlinie klären musste.

Bis kurz vor Schluss auf Messers Schneide

Nach diesen Warnschüssen wurden die Platzherren dann deutlich besser. Sie verstärkten ihre Offensivbemühungen und erspielten sich mehrere gute Gelegenheiten. Sturmtank Robin Mahrow konnte in der 35. Minute im Strafraum abschliessen, wurde jedoch im letzten Moment noch von einem Verteidiger entscheidend gestört. Kurz darauf prüfte Ramon Scheiber den gegnerischen Schlussmann mit einem satten und platzierten Weitschuss. Noah Schnarwiler zeigt sich aber auf dem Posten.

Nach dem Seitenwechsel waren dann erneut die Luzerner mehrheitlich am Drücker. Kurz nach dem Wiederanpfiff machte Torhüter Mahrow spektakulär einen gut getretenen Freistossball unschädlich. Perlen-Buchrain kam in dieser Partie, die angesichts der Hitze ein erstaunlich hohes Tempo aufwies, zu deutlich mehr Standards. Doch aus den vielen Freistössen und Eckbällen vermochten die Gäste keinen Profit zu schlagen, nicht zuletzt auch deshalb, weil Goalie Mahrow immer wieder mirakulös parierte. In der 65. Minute hatte Robin Mahrow den Führungstreffer auf dem Fuss. Er tanke sich halblinks durch, traf das Leder beim Abschluss allerdings nicht optimal. Der einzige Treffer in dieser gefälligen Partie, die auf beide Seiten hätte kippen können, fiel erst vier Minuten vor Schluss. Patrik Stampfli, der in der 64. Minute für Rückkehrer Kevin Gamma aufs Feld gekommen war, versenkte die Kugel nach einer schnellen Aktion eiskalt in der rechten Ecke. Die massgeschneiderte Vorlage kam von Sturmkollege Ramon Scheiber. Mit dieser Tor-Premiere bescherte Stampfli seinem Team auch gleich den allerersten Vollerfolg auf interregionaler Stufe.

«Alles in allem ist dies zwar ein etwas glücklicher, aber sicherlich nicht unverdienter Sieg», bilanzierte Coach Gabriel, und er fügte noch an:

«In der ersten Halbzeit verzeichneten wir die besseren Torchancen und haben mehr fürs Spiel gemacht. Perlen-Buchrain hat sich etwas zurückgezogen und auf Konter gelauert, was diesen Gegner gefährlich machte.»

Schattdorf hat trotz des Aufstiegs in Bezug auf das Kader im Vergleich zur letzten Saison nicht gross aufgerüstet. Man hält an der vor Jahren eingeleiteten Strategie fest, vor allem auf den Nachzug von Eigengewächsen zu setzen. Das jetzige Team ist eine gute Mischung aus Routiniers und hungrigen jungen Akteuren. Neu im Kader figurieren einzig Kevin Gamma, der vorher für Stans spielte, und Cédric Gisler, der zuletzt die Farben des SC Goldau trug.

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