Ad Astra Sarnen erzielt seine ersten Tore in der Nationalliga A

Die 4:8-Niederlage der Sarner Unihockeyaner gegen Malans ist dem schwachen Startdrittel zuzuschreiben.

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Dominic Durot (rechts) dreht sich ab zum Torjubel: Der Sarner Jungspund trifft gegen Malans gleich doppelt. Bild: Simon Abächerli (Maienfeld, 21. September 2019)

Dominic Durot (rechts) dreht sich ab zum Torjubel: Der Sarner Jungspund trifft gegen Malans gleich doppelt. Bild: Simon Abächerli (Maienfeld, 21. September 2019)

Etwas mehr als zehn Minuten waren gespielt, als das Sarner Coachinggespann die Notbremse ziehen musste und ein Time-out bezog. Innert 40 Sekunden hatte Ad Astra zuvor das 0:2 und das 0:3 kassiert, die nächste Kanterniederlage bahnte sich an. «Unsere Leistung in der Startphase war schlecht. Wir verteidigten nachlässig und gewährten ihnen zu viel Raum», begründete Headcoach Eetu Vehanen die frühe Massnahme. Die Malanser liessen sich nicht zweimal bitten und nutzten die Freiheiten aus.

Es war jedoch nicht so, dass die Sarner auf der Gegenseite keine Torchancen gehabt hätten. Schon im ersten Einsatz wurde Dubacher vor dem Tor freigespielt, verzog den Abschluss jedoch freistehend. Auch Markström verfehlte wenig später aus guter Position mit seinem Schuss das Tor. Die Sarner Ineffizienz zog sich also wei-ter, einige Chancen wurden ausgelassen, sodass das erste NLA-Tor der Vereinsgeschichte auch im Startdrittel gegen die Alligatoren nicht fiel. Stattdessen traf Berry in der 16. Minute mit einem abgelenkten Schuss gar noch zum 4:0 – eine schwere Hypothek für den Aufsteiger.

Durot löst den Knoten

Nach dem fünften Gegentreffer, der baumlange Schwede Eriksson-Elfsberg hatte vor Sarnens Schlussmann Amrein abgestaubt, war es in der 27. Spielminute endlich so weit: Dominic Durot netzte nach einem Konterangriff auf Pass von Marco Schöni zum 1:5 ein. «Es war definitiv an der Zeit, dass endlich ein Ball rein ging», kommentierte Durot die Szene. Es schien, dass mit diesem Treffer des Jungspunds eine Last von den Schultern des ganzen Teams fiel. Fortan spielten die Sarner munter mit, im Wissen darum, dass auch sie Tore erzielen können.

Die Malanser liessen ihre Klasse nach wie vor ab und zu aufblitzen, Chancen auf beiden Seiten war die Folge. Statt dem zweiten Treffer für Ad Astra fiel nach einer umstrittenen Szene das nächste Tor auf Seiten des Heimteams: Nurmela war kurz vor der Pause nach einem Abpraller von Amrein am schnellsten am Ball und traf zum 6:1. Ad Astra reagierte jedoch umgehend: Zwölf Sekunden vor der zweiten Sirene war es erneut Durot, welcher Vogt zum 2:6 bezwingen konnte.

Vorneweg: Auch im Schlussdrittel kamen die Gäste nie näher als auf vier Tore heran. Der Sieg der Malanser war letztlich ungefährdet und verdient.

Trotz Niederlage in der NLA «angekommen»

«Im Vergleich zum Startspiel gegen Uster war dies jedoch ein Schritt nach vorne. Es gibt definitiv einige positive Punkte, die wir mitnehmen und darauf aufbauen können», kommentierte Durot, der nach dem Spiel verdientermassen die Auszeichnung als bester Sarner Spieler entgegennehmen durfte. «Schade ist jedoch, dass wir das Spiel quasi bereits im Startdrittel verlieren. Das darf uns nicht in jeder Partie passieren», meinte Durot. Coach Vehanen hob dennoch das Positive nach Spielschluss hervor: «Drittel zwei und drei haben es gezeigt: Wir sind in der NLA angekommen.» (jh)

Malans – Sarnen 8:4 (4:0, 2:2, 2:2)
Lust, Maienfeld. – 381 Zuschauer. – SR Koch/Hohler. – Tore: 3. Schnell (Nett) 1:0. 10. Vetsch (Capatt) 2:0. 11. Nylund (Buchli) 3:0. 16. Berry (Gartmann) 4:0. 26. Eriksson-Elfsberg (Buchli) 5:0. 27. Durot (Marco Schöni) 5:1. 39:13 Nurmela 6:1. 39:48 Durot (Basil von Wyl) 6:2. 43. Hartmann (Nett) 7:2. 51. Cornel von Wyl (Höltschi) 7:3. 55. Nurmela (Nett) 8:3. 56. Dubacher (Markström) 8:4. – Malans: Vogt; Berry, Gartmann, Tarnutzer, Camenisch, Tromm, Flütsch; Schmid, Capatt, Vetsch, Eriksson-Elfsberg, Nett, Nurmela, Schnell, Nylund, Buchli, Hartmann, Meiler, Schubiger, Marugg. – Sarnen: Amrein; Höltschi, Markström; Läubli, Kunelius; Jonas von Wyl, Kramelhofer; Dubacher, Roman Schöni, Cornel von Wyl; Basil von Wyl, Marco Schöni, Durot; Eberhardt, Bitterli, Gnos. – Bemerkungen: Sarnen ohne Britschgi (abwesend), Berchtold, Boschung, Liikanen und Savinainen (alle verletzt). 11. Time-out Sarnen.

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