Nidwaldner Ski-Nachwuchs brilliert im Tessin

Jasmin Mathis, Mika Marty und Andre Christen dominieren die Swiss-Ski-Jugendrennen in Airolo.

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Steht bei den U14-Knaben als Doppelsieger auf dem Podest: Andre Christen.

Steht bei den U14-Knaben als Doppelsieger auf dem Podest: Andre Christen.

Bild: pd

Die beiden regionalen Jugendslaloms mussten wegen Schneemangels von der Klewenalp ob Beckenried in das schneereiche Airolo verschoben werden. Der Skiclub Hergiswil unter der Leitung von OK-Präsident Walter Mathis stellte den 163 Nachwuchscracks auf der anspruchsvollen Piste Canalone die besten Bedingungen. Die kompakte Piste und die eisigen Temperaturen forderten Rennläufer und Helfer. Dennoch setzte es in beiden Rennen rund 30 Ausfälle ab. ZSSV Trainer Etienne Tobler begutachtete seine Athleten und war zusammen mit Meck Zurfluh auch Kurssetzer. Bereits am Vortag hatte NSV-Trainer Heiko Hepperle den ersten Mädchen- und Knabenlauf gesetzt.

Mit drei Doppelsiegen (Mädchen/Knaben U16 und Knaben U14), einem Dreifachpodest (Mädchen U14) sowie zehn weiteren Podestplätzen dominierte der Nidwaldner Skiverband im Tessin. Dabei wurden die Engelberger Sportschülerin Jasmin Mathis und der Hergiswiler Mika Marty ihrer Favoritenrolle bei den U16 gerecht. Überzeugend fuhren sie beide zweimal Tagesbestzeit. Im zweiten Rennen griff der junge Andre Christen (Bannalp-Wolfenschiessen) Mika Marty an, verpasste aber um zwei Zehntelsekunden den Sieg.

Zwei Gradmesser auf nationaler Ebene

«Mit Mika Marty und Jasmin Mathis verfügt unser Team über zwei starke Gradmesser. National gehören beide zu den Besten», meint Nachwuchstalent Andre Christen. Kürzlich machte der Oberrickenbacher schon bei den interregionalen Rennen in Adelboden als Jahrgangsbester auf sich aufmerksam. Dass Christen sein zweites Rennen bei den U14 mit 2,5 Sekunden Vorsprung auf den ebenfalls starken Slalomfahrer David Meier aus Unterägeri gewinnen konnte, verblüffte ihn selber. «Im ersten Rennen sah ich mich schon ausscheiden, kratzte die Kurve aber noch und freute mich, dass es trotzdem zum Sieg reichte. Im zweiten Rennen ist mir ein guter Lauf gelungen, das zeigt der Vergleich mit Mika Marty. Der Slalom ist meine Lieblingsdisziplin. Wir sind eine Skifahrerfamilie. Mit zwei Jahren fuhr ich schon regelmässig auf Bannalp. Meine Schwester Anja fährt bereits FIS-Rennen, mein Zwillingsbruder David Skicross und Animationsrennen und mein jüngster Bruder Remo fuhr hier bei den U12 auch auf das Podest. Und auch mein Vater war Skirennfahrer. Nun ist er unser Coach und Servicemann», schmunzelt der Hergiswiler Sportschüler.

Neue Namen auf dem Podest

Allgemein machten ein paar neue Talente auf sich aufmerksam. Bei den Jüngsten (U12) war es Jon Fleischli (Oberwil-Zug), der sich mit seinem flinken Carvingstil am schnellsten durch die Slalomstangen schlängelte. Seine Schwester Luana Fleischli gewann als Jahrgangsjüngere bei den U14-Mädchen das zweite Rennen. Die Geschwister fahren technisch ausserordentlich gut. Elin Würsch (Beckenried/U12), Nadja Briker (Stoos/U12) und Maurin Albrecht (Horw/U12) überzeugten ebenfalls als Sieger. Neue Namen wie Alina Meier (Unterägeri/U12), Carina Schürpf (Hochstuckli/U14) oder Tristan Schelbert (Rothenthurm/U16) fuhren aufs Podest.

Weitere Podestplätze gingen an Delia Lang, Gill Arnold (beide Büren-Oberdorf), Ladina Christen, Meret Muheim (beide Beckenried), Emma Iten (Unterägeri), Abbie Pfrunder (Stoos), Remo Christen (Bannalp-Wolfenschiessen), Jonas Zurfluh (Attinghausen), Elias Grau (Gotthard-Andermatt), Jonathan Nilsson (Oberägeri), Nick Rickenbach (Schwyz) und David Niederberger (Dallenwil). Das regional gemischte Klassement zeigt auf, dass in den Klubs und Verbänden mit dem Nachwuchs engagiert trainiert wird. (chma)

Hinweis: Rangliste: www.swiss-ski.kwo.ch