Eishockey
Meistertitel für Mara Frey – Abstieg für Nadine Hofstetter und Co.

Freud und Leid liegen bei den Zentralschweizer Eishockeyanerinnen in diesen Tagen eng beisammen.

Daniel Monnin
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Die 19-jährige Seetalerin Mara Frey gewinnt die Meisterschaft mit den ZSC Lions.

Die 19-jährige Seetalerin Mara Frey gewinnt die Meisterschaft mit den ZSC Lions.

Bild: PD

Der Qualifikationssieger ist in der Women’s League auch der Schweizer Meister: Die ZSC Lions lassen nach dem 2:0-Halbfinalsieg gegen Bomo Thun auch im Playoff-Final gegen den letztjährigen Meister Lugano nichts anbrennen und gewinnen die Serie mit 3:0. Für die 19-jährige Seetalerin Mara Frey, die zum Jahreswechsel von Reinach zu den ZSC Lions wechselte, ist es der erste Meistertitel in ihrer noch jungen Karriere. Frey gab in den Playoffs dreimal den letzten Assist. Vorher hatte sie in sieben Spielen für die Zürcherinnen je ein Tor und einen Assist gesammelt.

Bedeutend weniger Grund zur Freude haben derweil Nadine Hofstetter, Luisa Waser, Lisa Zimmermann, Anna Näf und Valérie Christmann: Die Zentralschweizerinnen verloren mit Reinach die Playouts gegen Thurgau mit 0:2 und mussten sich in der Ligaqualifikation dem B-Club Langenthal in zwei Spielen geschlagen geben. Die für Langenthal spielende Engelbergerin Magdalena Hess glich kurz vor Spielmitte den Führungstreffer der Reinacherinnen durch Waser aus. Für Reinach bedeutet der Abstieg das Ende der 27 Jahre dauernden Zugehörigkeit zur höchsten Schweizer Frauenliga. Immer wieder hatten Zentralschweizerinnen zum Erfolg beigetragen – unter anderen auch Lara Stalder, die während vier Jahren für Reinach spielte und zweimal eine Bronzemedaille gewann. Insgesamt holten sich die Reinacherinnen drei Gold-, zwei Silber- und sieben Bronzemedaillen.

Stalder gegen Ryhner in Schweden

In Schweden haben sich die beiden Zentralschweizerinnen Lara Stalder und Noemi Ryhner mit ihren Klubs Brynäs (Stalder) und Lulea (Ryhner) für den Playoff-Final qualifiziert.

Während Lara Stalder, die Liga-Topskorerin und neue Qualifikationsrekordhalterin (34 Tore und 55 Assists in 33 Spielen), auch in den Playoffs bereits je fünf Tore und Assists verbuchen konnte, blieb Noemi Ryhner bislang mit einem einzigen Treffer in sieben Spielen hinter ihren eigenen Erwartungen zurück.