Orientierungslauf
Alles im Griff: Leonie Mathis läuft gleich zwei Mal auf das Podest

Im Entlebuch wurden die nationalen Titel über die Mittel- und Langdistanzen vergeben. Die Nidwaldner Nachwuchsläuferin Leonie Mathis hat das Gelände gut im Griff.

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Das Entlebuch war in diesem Jahr Austragungsort von zwei Höhepunkten der nationalen Saison. Am selben Wochenende wurden die nationalen Titel über die Mittel- und Langdistanz vergeben. Dafür wurde erstmals der Nordwesthang der Marbachegg für Orientierungslauf kartiert. Das Gelände, ein Wechsel aus Alpweiden und Waldgebieten, forderte die Teilnehmenden.

Bestens zurecht mit diesem Gelände kam einmal mehr die Nidwaldner Nachwuchsläuferin Leonie Mathis. In ihrer Kategorie erreichte sie den dritten Platz. «Ich mag so offenes Gelände sehr und gleichzeitig boten die Waldteile eine technische Abwechslung», erklärte sie nach dem Lauf. Entsprechend wohl fühlte sich die Athletin der OLG Nidwalden und Obwalden im Wettkampf:

«Es lief wirklich gut, ich hatte kaum Fehler. Der Schlussteil war mit den Gräben und Bächen sehr anspruchsvoll und da habe ich bewusst Tempo rausgenommen, um keine Fehler zu begehen.»

Mit dieser Sicherheitsvariante nahm Mathis in Kauf, dass es nicht ganz nach vorne reichen würde. «Ich kam mit einem guten Gefühl ins Ziel und rechnete insgeheim mit einem Top-10-Ergebnis. Dass es dann für das Podest reichte, hat mich selbst sehr überrascht», zieht Mathis eine positive Bilanz unter den ersten Tag.

Ebenfalls auf den dritten Platz lief Roswita Tschümperlin bei den Damen A mittel. Mit einem fehlerlosen Lauf konnte sie beim zweitletzten Posten noch von einem Fehler der Freiburgerin Nathalie Julmy profitieren und verwies diese mit knappen acht Sekunden auf den vierten Platz.

Schlechtes Gefühl auf der Langdistanz trügt

Am Sonntag wurden die Titel über die Langdistanz vergeben. Bei schönstem Herbstwetter starteten die Läuferinnen und Läufer auf dem Hilferenpass. Von einem Tag auf den anderen mussten sie sich nun auf alpines Gelände und einen anderen Kartenmassstab einstellen. Das gelang Leonie Mathis nur bedingt:

«Der Lauf bot einige knifflige Routenwahlentscheide und mir wurde schon während des Laufs bewusst, dass ich wohl nicht überall die Ideallinie gewählt hatte. Das war mental eine Herausforderung.»

Die Auswertung der Zwischenzeiten zeigt aber, dass der Nidwaldnerin der erste Teil des Laufs sehr gut gelungen ist. Bei Streckenhälfte konnte sie gar die beste Zwischenzeit realisieren.

Im zweiten Teil hatten alle Athletinnen zu kämpfen. Mathis behielt die Nerven und dosierte das Tempo vorsichtig. Letztlich musste sie sich von zwei Konkurrentinnen noch überholen lassen, kam aber mit einem Rückstand von nur 20 Sekunden wiederum auf den dritten Platz. «Das Resultat war extrem überraschend. Ich hätte nie mit einem Podestplatz gerechnet und entsprechend zufrieden bin ich mit dem ganzen Wochenende», zieht die Nachwuchsathletin eine positive Bilanz unter das ganze Wochenende. (pd)

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