Altdorfs Handball-Trainer Mario Jelinic: «Wir müssen noch hart an uns arbeiten»

Die Altdorfer Handballer verpassen die Finalrunde knapp und müssen im neuen Jahr die 1.-Liga-Abstiegsrunde bestreiten.

Urs Hanhart
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Spielertrainer Mario Jelinic, hier gegen Wohlen, ist voller Zuversicht vor der Abstiegsrunde.

Spielertrainer Mario Jelinic, hier gegen Wohlen, ist voller Zuversicht vor der Abstiegsrunde.

Urs Hanhart, Urner Zeitung

Nach dem Abstieg aus der NLB sind die Urner mit grossen Ambitionen in die 1.-Liga-Saison gestartet. Die von der Vereinsleitung herausgegebene Zielsetzung lautete klar: «Direkter Wiederaufstieg in die zweithöchste Liga.» Denn dort hatte der KTV Altdorf über ein Jahrzehnt lang teilweise sehr erfolgreich mitgemischt.

Zum Saisonstart verlief alles wie am Schnürchen. Die Urner starteten fulminant und legten eine eindrückliche Siegesserie hin. Nach den vier Vollerfolgen zum Auftakt war jedoch plötzlich die Luft draussen. Altdorf tauchte gegen Co-Favorit Olten und bekundete in der Folge auch gegen auf dem Papier deutlich schwächer eingestufte Teams grosse Mühe. Immerhin konnte die KTV-Truppe zu Beginn der Rückrunde wieder einen Zacken zulegen und befand sich so lange auf Kurs Richtung Finalrunde, verlor dann allerdings die beiden entscheidenden Partien gegen Olten und Emmen. Letztlich fehlte nur wenig zum Einzug in die Aufstiegsrunde. Altdorf beendete die Qualifikation einen Zähler hinter Olten, aber punktgleich mit Emmen auf dem dritten Platz.

Schwache Torbilanz sprach gegen die Urner

Ausschlaggebend war letztlich die Tatsache, dass die Urschweizer deutlich weniger Tore warfen als die anderen Spitzenteams. Das magere Plus von nur 17 Treffern in der Torbilanz war zu wenig. Defensiv hingegen schnitten die Altdorfer sehr gut ab. Einzig Olten kassierte in den 14 Qualifikationspartien etwas weniger Tore. Unter dem Strich fehlte es an der nötigen Konstanz, um zu reüssieren. Dafür liefert Spielertrainer Mario Jelinic aber eine plausible Erklärung: «Ende letzter Saison hatten wir viele Abgänge zu beklagen, insbesondere auch von Linkshändern. Es braucht Zeit, bis unser neu formiertes und vor allem auch verjüngtes Team auf jenem Niveau ist, das ich mir vorstelle. Wir müssen noch hart an uns arbeiten. Aber ich bin zuversichtlich, dass uns in der nächsten Saison eine deutliche Steigerung gelingen wird.»

Auswärtsspiele mit langen Anfahrtswegen

Zunächst muss Altdorf die Abstiegsrunde bestreiten und den Ligaerhalt sicherstellen. Inzwischen sind auch die Gegner bekannt. Es handelt sich um Wohlen und Dagmersellen, die wie Altdorf ebenfalls der dritten Gruppe angehört hatten, sowie um das Trio Visp, West HBC (Crissier) und Wacker Thun II (alle Gruppe 4). Wacker Thun verpasste den Einzug in die Finalrunde nur relativ knapp und dürfte zusammen mit Dagmersellen zum schwierigsten Gegner der Urner werden. Visp und West HBC hingegen befanden sich gleich wie Wohlen in den hintersten Tabellenregionen. Dieses Trio dürfte wohl den einzigen Abstiegsplatz unter sich ausmachen, sofern es keine Überraschungen absetzt.

Jelinic ist zuversichtlich, dass in seinem Team nach dem verpassten Finalrundeneinzug keine Kehrausstimmung aufkommt. «Ich bin überzeugt, dass wir motiviert in die Abstiegsrunde steigen werden. Es gibt noch viel zu tun, denn es gibt keine leichten Gegner. Mit halbem Einsatz kann man nicht gewinnen», ist der Spielertrainer überzeugt. Mühsam für die Altdorfer ist, dass die Urner bei den Auswärtspartien teilweise lange Anreisen auf sich nehmen müssen. Der Start in die Abstiegsrunde ist auf Anfang Januar geplant.

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