Die Landhockeyaner des Luzerner SC übernehmen die Tabellenführung

Die NLA-Männerteam des Luzerner SC spielt in der Utenberg-Halle gross auf und holt zwei weitere Siege in der Hallenhockey-Meisterschaft. Erzrivale Wettingen ist dem LSC aber dicht auf den Fersen.

Angelo Gonzalo
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Nick Schwer erzielt gegen den Basler HC seinen zweiten Treffer zur 3:0-Führung für die Luzerner. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 16. Dezember 2018))

Nick Schwer erzielt gegen den Basler HC seinen zweiten Treffer zur 3:0-Führung für die Luzerner. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 16. Dezember 2018))

In der letzten Runde kam der LSC gegen RW Wettingen bös unter die Räder und verlor das Spiel mit 1:5. Bei einem derart klaren Verdikt könnten Zweifel an der Qualität des LSC-Ensembles aufkommen, obschon im Hallenhockey solche Resultate keine Seltenheit sind. Die Antwort darauf ist dem LSC in der Wartegghalle am letzten Sonntag eindrücklich gelungen. Mit zwei deutlichen Siegen gegen Basel und Servette führen die Luzerner die Tabelle vor RW Wettingen an und qualifizierten sich vorzeitig für die Playoffs.

Das Spiel gegen Basel war lange Zeit ausgeglichen und von der Taktik geprägt. Dies änderte sich nach dem 1:0 durch Silvan Andereggen gegen Mitte der ersten Halbzeit schnell zu Gunsten des LSC, der fortan in einen Spielrausch geriet und zur Pause mit 4:0 in Front lag. Basel kam nach der Pause etwas entschlossener aufs Feld, blieb aber weitgehend ohne Gefahr. So war es der stark aufspielende Michael Casagrande, der nach einer spektakulären Einzelaktion zum 5:0 traf. Danach war die Gegenwehr der Basler gebrochen. Die jungen Nachwuchsspieler Jonathan Appel und Manuel Häfeli reihten sich in die Skorerliste ein und besiegelten den 7:0-Kantersieg ihres Teams.

Am Ende wird Servette ausgekontert

Servette erwies sich im zweiten Spiel als weit härterer Gegner. Die Genfer hatten zuvor dem hoch favorisierten RW Wettingen ein 1:1-Unentschieden abgetrotzt, wodurch dem LSC bei einem Sieg die Tabellenführung winkte. Daher startete der LSC hochmotiviert in dieses letzte Spiel des Jahres 2018, biss aber vorerst auf Granit gegen ein clever verteidigendes Genfer Team. Martin Greder brach den Bann mit einer scharf geschossenen kurzen Ecke zur 1:0-Führung, die bis zur Pause hielt. Im zweiten Anlauf lauerten die Genfer weiterhin auf Konter, kamen aber selten zu Torgelegenheiten. Nick Schwehr erzielte acht Minuten vor Spielende das vielumjubelte 2:0 und leitete damit die Vorentscheidung ein. Servette tauschte seinen Torhüter gegen einen weiteren Feldspieler aus und wurde in der Folge vom LSC gnadenlos ausgekontert. LSC-Trainer Federico Tanuscio war sichtlich zufrieden mit seinem Team: «Diesmal haben wir schnell und vor allem effizient gespielt. Das ist im Hallenhockey besonders wichtig.»

Licht und Schatten bei den LSC-Frauen

Gegen die Black Boys aus Genf starteten die Luzernerinnen gut ins Spiel und gingen schnell in Führung. Danach spielten sie stark auf und schossen acht weitere Treffer bis zum Endstand von 9:1. Das zweite Spiel gestaltete sich gegen ein starkes Rotweiss Wettingen schwieriger. Der LSC ging gegen den Erzrivalen mit 0:8 sang- und klanglos unter. Ein Spiel zum Vergessen.

Schweizer Hallenmeisterschaft. Männer, NLA. 3. Spieltag in Luzern: Luzerner SC – Basler HC 7:0. Olten – Grasshoppers 5:3. Rotweiss Wettingen – Servette 1:1. Basler HC – Olten 5:1. Grasshoppers – Rotweiss Wettingen 3:9. Servette - Luzerner SC 0:4.

Rangliste (alle 6 Spiele): 1. Luzerner SC 15. 2. Rotweiss Wettingen 14. 3. Olten 9. 4. Basler HC 7. 5. Grasshoppers 4. 6. Servette 2.

Luzerner SC spielte mit: Philipp Bühler; Appel, Martin Greder, Häfeli, Schwehr, Horvath, Oswald, Casagrande, Wicki, Schneider, Andereggen.

Frauen, NLA. 2. Spieltag in Olten: Luzerner SC – Black Boys 9:1. Olten – Wettingen 2:6. Black Boys – Basler HC 1:1. RWettingen – Luzerner SC 8:0. Basler HC – Olten 1:0.

Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Rotweiss Wettingen 12. 2. Luzerner SC 6 (14:13). 3. Olten 6 (11:10). 4. Basler HC 4. 5. Black Boys Genf 1.

Luzerner SC spilete mit: Renner; Schwerzmann, Röthlin, Suter, Zimmermann, Bucher, Murer, Meier, Fontana, Appel.

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