Jonas Schöpfer, der 400-Meter-Läufer, kratzt in Lyon an der EM-Limite

Der 24-jährige Läufer aus Sempach lässt nach einer langen Verletzungspause aufhorchen.

Stefanie Barmet
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Jonas Schöpfer musste sich mit dem Saisoneinstieg gedulden.

Jonas Schöpfer musste sich mit dem Saisoneinstieg gedulden.

PD

Jonas Schöpfer ist am internationalen Meeting in Lyon ein hervorragender Saisoneinstieg gelungen. Der Sempacher verbesserte seine persönliche Bestzeit über 800 Meter von 1:48,07 auf 1:47,63 Minuten. Damit blieb er nur knapp über der bei 1:47,30 Minuten angesetzten Limite für die Europameisterschaften in Paris, die in der vergangenen Woche hätten stattfinden sollen und coronabedingt abgesagt worden sind.

Die Zeit ist umso erstaunlicher, als dass der von Andy Vögtli trainierte Schöpfer erst vor zwei Wochen wieder spezifische 800-Meter-Trainings auf der Bahn absolvieren konnte. Zuvor hatten ihn Achillessehnenprobleme während zehn Wochen zu alternativen Trainingsformen gezwungen.

Schöpfer nutzt die Genesungszeit

«Ich war bereits Ende Mai sehr gut in Form, was mir viel Selbstvertrauen gab. Die Verletzung zwang mich, neue und eigene Wege zu gehen. Ich habe in den vergangenen Monaten dennoch sehr gut trainiert und meinen Körper besser kennen gelernt. In Lyon habe ich nun ein nahezu perfektes Rennen erwischt», sagte Jonas Schöpfer.

Bereits morgen wird der 24-Jährige im deutschen Pfungstadt erneut über die zwei Bahnrunden antreten. An den Schweizer Meisterschaften strebt der Wirtschaftsstudent in über 800 Meter die erfolgreiche Titelverteidigung an.

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